Zehn Jahre „Nachhaltiges Wirtschaften“: Heidelbergs Projekt als landesweit vorbildlich gewürdigt

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Zehn Jahre „Nachhaltiges Wirtschaften“: Heidelbergs Projekt als landesweit vorbildlich gewürdigt

(pm). Die Stadt Heidelberg hat das zehnjährige Bestehen des Projekts „Nachhaltiges Wirtschaften“ mit einer Jubiläumsveranstaltung in der Print Media Academy am 22. Oktober 2012 gefeiert. An den Feierlichkeiten haben auch Franz Untersteller, Baden-Württembergs Landesminister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, sowie Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner teilgenommen.

Unter dem Titel „Nachhaltiges Wirtschaften – Modetrend oder Zukunftsmodell?“ fanden neben Festvorträgen und einer Podiumsdiskussion, Fachvorträge und Workshops statt. Am Abend wurden die Betriebe der aktuellen Runde prämiert. „Mit dem Projekt ,Nachhaltiges Wirtschaften‘ hat die Stadt Heidelberg in beispielgebender Weise aufgezeigt, wie eine Kommune durch ihre Nähe und den Kontakt zu den örtlich ansässigen Unternehmen zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und nachhaltigen Wirtschaftens beitragen kann. Die hierbei erzielten Erfolge kommen sowohl den einzelnen Unternehmen als auch unserer Gesellschaft insgesamt zugute“, würdigte Franz Untersteller das Projekt mit landesweitem Vorbildcharakter.

OB Würzner betonte: „Wir haben uns als Stadt einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben, um Heidelberg für künftige und heutige Generationen verantwortungsvoll und lebenswert zu gestalten. Das Netzwerk ist ein wichtiger Baustein, das uns am Herzen liegt und sich seit einem Jahrzehnt bewährt. Mit der aktuellen Projektphase nehmen über hundert Betriebe am nachhaltigen Wirtschaften teil. Das ist ein großer Erfolg. Besonders freut uns natürlich, dass das Heidelberger Konzept vom Landesumweltministerium übernommen wurde und es unter dem Namen ,ECOfit‘ in ganz Baden-Württemberg angeboten wird.“

Messbare Erfolge

Mit dem Projekt „Nachhaltiges Wirtschaften“ unterstützt die Stadt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ein Umweltmanagementsystem aufzubauen, um Betriebsabläufe zu optimieren, Energiekosten zu senken und somit auch Geld zu sparen. Seit 2001 stehen den Teilnehmern städtische und externe Experten beratend zur Seite. „Die Erfolge unseres Projekts sind messbar“, so Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie. „In den vergangenen zehn Jahren konnten die Unternehmen jährlich insgesamt Kosten in Höhe von fast einer Million Euro einsparen und den Kohlendioxid-Ausstoß um fast 2.000 Tonnen reduzieren. Das entspricht der Kohlendioxid-Menge, die für den Stromverbrauch von über 700 Vier-Personen-Haushalten erzeugt wird.“

Mit Unterstützung der Stadt entwickeln die Betriebe eine Unternehmenskultur, die ökonomischen Erfolg, umweltfreundliche Produktion und soziale Verantwortung als gleichberechtigte Säulen des Wirtschaftens betrachtet. Die Teilnehmer formulieren ein Umweltprogramm mit Verbesserungsmaßnahmen und werden bei der Umsetzung beratend begleitet. Im Netzwerk „Nachhaltiges Wirtschaften“ können sich darüber hinaus engagierte Teilnehmer untereinander in Arbeitskreistreffen und mit Experten der Verwaltung austauschen.

Aktuelle Phase mit 21 Betrieben

Bei der offiziellen Prämierung am 22. Oktober 2012 wurden 21 Betriebe der neuen Phase ausgezeichnet. Alle Teilnehmer haben sich erfolgreich am Projekt beteiligt und Maßnahmen zum nachhaltigen Wirtschaften umgesetzt. Diese reichen von kleinen Verhaltensänderungen im Arbeitsalltag bis hin zu größeren Investitionen in eine energiesparende Technik. Mit der neunten Projektrunde hat sich die Zahl der teilnehmenden Betriebe und Einrichtungen auf 104 erhöht.

Zu den prämierten Betrieben gehören: Augustinum Heidelberg, City-Druck GmbH, Dreikäsehoch Kinderbetreuungs-GmbH, Ehrenfried Betriebe GmbH, Fahrschule Fremgen, Fair & Quer Naturkost, Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM), Heidelberger Dienste gGmbH, Heidelboarding GmbH, Janssen Sanitär, Jedermann-Verlag GmbH, M+M Druck GmbH, Maler Jakob, Senioren Zentrum Haus Edelberg, St. Josefskrankenhaus, Stadtwerke Heidelberg Bäder GmbH & Co. KG, Tinti GmbH & Co. KG, TSG Rohrbach e.V., ULMA Systemhaus GmbH, Weidler GmbH, Wichernheim.

Kommission sichert Qualität

Die Qualität des Projekts wird eigens durch eine Kommission gesichert. Diese begleitet das Projekt und entscheidet als Jury über die Prämierungswürdigkeit der Betriebe. Neben Verbänden (IHK, Kreishandwerkerschaft, BUND), dem Umweltkompetenz-Netzwerk UKOM e.V., Forschungseinrichtungen (Universität Heidelberg, IUWA) und den Heidelberger Stadtwerken sind auch weltweit agierende Firmen der Region in der Jury vertreten, die ein zertifiziertes Umweltmanagement nach EMAS oder ISO 14.001 ff betreiben (ABB-Stotz Kontakt GmbH, Henkel KGaA, Rudolf Wild GmbH & Co. KG).

By |Donnerstag, 25. Oktober 2012|