Weinheim: Klima schützen und Geld sparen

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Weinheim: Klima schützen und Geld sparen

Das sind mal wirklich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Klima schützen und Geld sparen. Das geht, betonten jetzt Experten bei einer Veranstaltung im Sulzbacher Bürgersaal. Unterstützt von der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord, hatte der „Runde Tisch Energie“ der Stadt Weinheim vor allem Besitzer von Häusern und Wohnungen eingeladen, um Profitipps aus erster Hand zu liefern.

Die Ratschläge kamen direkt aus der Praxis. Zum Beispiel von Jens Thron (Geschäftsführer der Weinheimer Fa. Franzmann und Sprecher der Innung für Heizung und Sanitär). Er machte eine klare Rechnung auf: Wer in den letzten 15 Jahren keine Modernisierung seiner Heizungsanlage oder Investitionen in Dämmung und Isolierung vorgenommen hat, bezahlt heute mehr als dreimal so viel Heizkosten wie im Jahr 1995. „Es gibt Haushalte“, beschrieb Jens Thron, „die hätten in den letzten 20 Jahren 150.000 Euro sparen können“. In eine neue Heiztechnik und andere Maßnahmen der Energiereduzierung zu investieren sei also bereits eine Frage der „wirtschaftlichen Notwendigkeit“. Denn auch weiterhin sei wohl mit einer zehnprozentigen Steigerung der Energiekosten pro Jahr zu rechnen – wenn der Wohneigentümer nichts verändert. Und dies sei jederzeit möglich, so der Experte, der verschiedene neue Energieformen aufführte, bis hin zu einem eigenen kleinen Blockheizkraftwerk. Er kenne Beispiele, so Thron, bei denen mit einem guten Konzept die Energiekosten um die Hälfte reduziert worden sind.

Während er sich dem Thema eher von der effektiven Energieerzeugung näherte, zeigte Walter Orlik (Beratungsagentur KliBA) auf, wie Energie durch Dämm- und Isoliermaßnahmen eingespart werden kann. Am Beispiel eines „typischen 60er-Jahre-Einfamilienhaus“ und der Aufnahme mit einer Wärmebildkamera verdeutlichte der Energieberater, wie 30 Prozent der Heizwärme einfach durch Dach und Außenwand verloren geht. Es gibt also viele Beispiele, in denen Klimaschutz und Einsparung Hand in Hand gehen. Aus diesen Vorträgen wurde schon deutlich, dass eine Investition in moderne Energietechnik eine Investition in Ersparnis bedeutet. Dass es auch zahlreiche „Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten“ für energetische Maßnahmen gibt, beleuchtete schließlich noch Thomas Börsig (Leiter der Abt. Förderkreditgeschäft, LB Baden-Württemberg).

Wer Fragen oder Anregungen hat zum „Runden Tisch Energie“ der Stadt Weinheim kann sich gerne mit dem Energieteam der Stadt in Verbindung setzen.
Jutta Ehmsen (Tel.: 0 62 01/8 23 24) oder j.ehmsen@weinheim.de
Manfred Schmitt (Tel.: 0 62 01/8 23 27) oder m.schmitt@weinheim.de
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Weinheim vom 30. März 2012

By |Donnerstag, 19. April 2012|