Viernheim: Funktionsweise des Cochlea-Implantats. Vortrag mit Prof. Dr. Mark Praetorius

Startseite/Gesundheit/Gesundheit-Nachrichten/Viernheim: Funktionsweise des Cochlea-Implantats. Vortrag mit Prof. Dr. Mark Praetorius

Viernheim: Funktionsweise des Cochlea-Implantats. Vortrag mit Prof. Dr. Mark Praetorius

Hoffnung für gehörlos geborene Kinder und hochgradig geschädigte Erwachsene – dafür steht das Cochlea-Implantat (CI). Viele betroffene Menschen haben die Chance, wieder hören zu können, ihre Teilhabe am öffentlichen Leben zu verbessern und mehr Lebensqualität zu gewinnen. Doch wie ist das möglich?

Die Funktionsweise des Cochlea-Implantats

Im Sprachprozessor werden über ein Mikrofon empfangene Schallschwingungen in elektrische Signale umgewandelt, welche nach der Verarbeitung als elektrisches Pulsmuster über ein Kabel zur Spule weitergeleitet werden. Die durch Magnetkraft über dem Implantat gehaltene Spule sendet diese kodierten Signale per Radiowellen durch die Haut zum Implantat. Dieses entschlüsselt die Signale und leitet sie über eine Elektrode in die Cochlea weiter. Durch diese elektrischen Impulse wird der Hörnerv stimuliert, der in Folge so genannte Aktionspotenziale erzeugt und diese an das Gehirn weiterleitet. Das Gehirn empfängt die Aktionspotenziale des Hörnervs und erkennt sie als akustisches Ereignis (Sprache, Klang, Geräusch).

Der wesentliche Unterschied im Vergleich zu einem Hörgerät besteht darin, dass das Hörgerät den Schall verstärkt und sich dabei auf eine für die Schallübertragung ausreichende Anzahl funktionierender Haarzellen in der Cochlea verlässt. Interessierte sollten sich den Samstag, 8.Juni 2013, im Kalender notieren: Ab 14.00 Uhr hält Prof. Dr. Mark Praetorius (Chefarzt der Cochlearimplantation der HNO-Abteilung, Uniklinik Heidelberg) in der Kulturscheune in Viernheim einen Vortrag rund um das Thema. Der Eintritt ist frei.

By |Montag, 3. Juni 2013|