Viernheim: Energiekarawane geht in die 6. Runde

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Viernheim: Energiekarawane geht in die 6. Runde

Viernheim Energiekarawane

Foto: Stadt Viernheim

(pm). Die Energiekarawane ist eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile hat sich die Viernheimer Idee auch in der Metropolregion etabliert. In Viernheim wird bereits die 6. Energiekarawane auf Reise geschickt, zeitgleich finden Energiekarawanen in Wörth, Bellheim, Herxheim, Frankenthal, Worms, Neustadt, Mannheim, Hemsbach und Lorsch statt. Nach Mitteilung von Dr. Lothar Meinzer von der Energieeffizienzagentur E2A sollen in den kommenden Jahren 60 Karawanen in der Metropolregion starten, 23 wurden bereits in hessischen, pfälzischen und badischen Städten und Gemeinden abgeschlossen, weitere neun starten demnächst.

In 2012 wird die Viernheimer Energiekarawane mit Unterstützung der Metropolregion stattfinden und durch die Volksbank Südhessen-Darmstadt und Sparkasse Starkenburg mitfinanziert. „Mit der 6. Energiekarawane haben wir dann das Stadtzentrum vollständig bearbeitet“, stellte Bürgermeister Matthias Baaß in einer Pressekonferenz nicht ohne Stolz fest. Für die meisten Hausbesitzer ist es die erste Beratung dieser Art überhaupt, und die meisten Immobilien haben eine Sanierung dringend nötig. „Viele Maßnahmen rechnen sich angesichts steigender Energiekosten schon nach wenigen Jahren“, betonte Brundtlandbeauftragter Philipp Granzow.

Die 6. Viernheimer Energiekarawane steuert folgende Straßen bzw. Häuser an:

  • Annastraße
  • Berliner Ring 22-40
  • Hügelstraße
  • Karl-Marx-Straße
  • Kettelerstraße 1-8
  • Lampertheimer Straße 4-42
  • Luisenstraße 1-23A
  • Molitorstraße 1-23
  • Neuhäuserstraße
  • Rathausstraße 1-71
  • Robert-Koch-Straße
  • Schillerplatz
  • Seegartenstraße
  • Weinheimer Straße 1-28
  • Wilhelm-Leuschner-Straße 1-23

Hausbesitzer sind informiert

Rund 400 Hausbesitzer wurden bereits angeschrieben. Name, Foto und Kontaktdaten des für die Straße zuständigen Beraters waren dem Schreiben beigefügt. Wer möchte, kann direkt mit dem Berater einen Termin ausmachen. Gerne vermittelt das Brundtlandbüro auch einen Kontakt. Wer nicht beraten werden will, kann sich beim Brundtlandbüro abmelden. Auch Architekten und Handwerker der Sanierungsbranche werden über die Energiekarawane informiert und angeregt, ihre Kunden zu beraten. In diesen Tagen will das Brundtlandbüro nochmals alle angeschriebenen Haushalte an die Angebote und Chancen der Energiekarawane erinnern.

Berater nehmen Kontakt auf und führen Beratungsgespräche

Die Beratungsgespräche dauern bis zu einer Stunde. Dabei wird i.d.R. ein Rundgang vom Heizungskeller bis zum Dach erfolgen. Zentrale Themen sind u.a. die Sanierung der Gebäudehülle und der Heizungsanlage, aber auch Lüftungsanlagen, Solarwärme, Photovoltaik. Die entsprechenden Förderprogramme werden vorgestellt. Besonders interessierten Hauseigentümern kann eine Energieanalyse angeboten werden. Dabei werden die Energieverluste des Hauses berechnet und die Wirkung von verschiedenen Sanierungsmaßnahmen aufgezeigt. Am Ende des Beratungsgesprächs hinterlässt der Berater eine zusammenfassende Empfehlung für die Sanierung des Gebäudes. Diese dient dem Hauseigentümer, auch lange nach dem Gespräch, noch als Erinnerung und Orientierung für die nächsten Sanierungsschritte. Ende November soll die Aktion beendet sein. Um in Erfahrung zu bringen, welche Auswirkungen das Beratungsgespräch auf eine Sanierungsentscheidung hat, werden in einem Jahr alle beratenden Hauseigentümer mit einem Kurzfragebogen befragt.

Bewertung bisheriger Energiekarawanen

Die ersten beiden Energiekarawanen sowie die vierte sind auch durch Telefoninterviews bewertet worden. Die Ergebnisse sind erfreulich: Lob und Zustimmung von mehr als 80 Prozent der interviewten Personen. Für 2/3 der Beratenen war es das erste Beratungsgespräch zum Thema Energie. Für die Verwaltung aber ganz wesentlich war die Motivation, Maßnahmen umsetzen zu wollen. Das haben 2/3 der Beratenen vor. Aus der Erfahrung weiß man, dass von der ersten Beratung und dem Willen zur Sanierung bis zur realisierten Maßnahme ein längerer Zeitraum vergehen kann: Man wartet eventuell auf einen Mieterwechsel in der Dachgeschosswohnung oder bis die Kinder ausgezogen sind, um das Dach zu sanieren, auf die Genesung eines Angehörigen im Haus, den man vom Lärm und Stress bewahren wolle, die Zuteilung eines Bausparvertrags usw. In der Zwischenzeit werden die beratenden Hauseigentümer weiter durch das Brundtlandbüro betreut und mit aktuellen Informationen versorgt.

Ansprechpartner (Brundtlandbüro):  Philipp Granzow

pgranzow@viernheim.de

Telefon: 0 62 04/98 83 79

By |Samstag, 20. Oktober 2012|