Am 7. Februar 2013 haben der Konzernbevollmächtigte für das Land Baden-Württemberg, Eckhart Fricke, und weitere Vertreter der Deutschen Bahn den aktuellen Stand zur Verbesserung des Schallschutzes im Bereich Hockenheim vorgestellt. Im Vorfeld wurden dazu 15 Varianten schalltechnisch untersucht und monetär bewertet. In der weiteren Diskussion zwischen der Stadt Hockenheim und der DB Netz AG hat man die Varianten 7 und 12 intensiver betrachtet: Danach bevorzugt die Bahn die Variante 7, die die Schallsituation durch Einführung des „Besonders überwachten Gleises“ verbessert.

Das „Besonders überwachte Gleis“ reduziert durch regelmäßiges Schleifen der Schienen die Schallimmissionen am Kontakt Rad-Schiene um bis zu drei Dezibel und bietet so aktiven Schallschutz. Darüber hinaus sind passive Schallschutzmaßnahmen an allen Objekten vorgesehen, an denen die Grenzwerte der 16. BImSchV überschritten werden. Diese Wohneinheiten können u.a. Schallschutzfenster und Lüfter erhalten. Für diese Variante hat die Bahn im Juni 2012 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Die Variante 12 als Wunschvariante der Stadt Hockenheim sieht den Neubau von Schallschutzwänden mit einer Höhe von acht Metern sowie ebenfalls das „Besonders überwachte Gleis“ vor. Auch bei dieser Variante werden in erheblichem Umfang passive Schallschutzmaßnahmen erforderlich. Die Mehrkosten für diese Variante sind derzeit jedoch nicht finanziert, da der Grundsatz der wirtschaftlichen Mittelverwendung auf Basis des besten Kosten-/Nutzenverhältnisses anzuwenden ist. Dazu Eckhart Fricke: „Die DB verschließt sich dieser Variante nicht. Sollte die Stadt Hockenheim eine Finanzierung für die Mehrkosten dieser Variante finden, wird die Bahn jederzeit die notwendige Planänderung veranlassen.“