(pm). Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Speyer (SWS) beschloss in seiner Sitzung am 15. November 2012 eine Gesamtinvestitionssumme von 13,4 Millionen Euro (Vorjahr: 19,1 Millionen) für das Jahr 2013. „Mit 5,3 Millionen Euro stehen für Windkraftanlagen die höchsten Investitionen auf dem Plan“, informiert Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Die Stadtwerke beabsichtigen die Errichtung einer Windkraftanlage in Langwieden (Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau) für 4,3 Millionen Euro. „Derzeit laufen die Genehmigungsverfahren und Gespräche mit der Gemeinde über Wegenutzung und Trassenführung“, informiert SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Die Pachtverträge seien bereits abgeschlossen, so der Stadtwerke-Chef.

Windkraft ist die derzeit lukrativste Form der erneuerbaren Energien. Inzwischen sind auch im Binnenland viele Windparks mit beachtlichen Leistungen entstanden. Die SWS engagieren sich bevorzugt an Standorten in Rheinland-Pfalz und haben bereits in zwei Windkraftanlagen in Kirf (Landkreis Trier-Saarburg) investiert. Noch Ende Dezember sollen an diesem Standort ein drittes und 2013 ein viertes Windrad in Betrieb gehen. Näher geprüft werden derzeit weitere Möglichkeiten on- und offshore.

Vor Ort investieren die SWS 430.000 Euro in den Ausbau der Solarenergie (Photovoltaik). Die reduzierte Einspeisevergütung nach EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) macht eine wirtschaftliche Betriebsführung von Solarstromanlagen immer schwieriger. Das Solardach-Programm der SWS soll an die geänderten Voraussetzungen angepasst werden.

Ca. 2,3 Millionen Euro setzen die SWS 2013 in den Sparten Strom, Erdgas und Wasser für die Erweiterung und Erneuerung ihrer Netze, Stationen und Hausanschlüsse ein. 3,3 Millionen Euro fließen in den Bereich Fern- und Nahwärmeversorgung. Neben der Erweiterung des Fernwärmenetzes (1,0 Millionen Euro) sollen zahlreiche innovative Wärmeprojekte (1,49 Millionen Euro) weitergeführt bzw. neu in Angriff genommen werden. Dabei bieten die SWS individuelle Lösungen und Standard-Produkte an. „Das Wärmekonzept für das gesamte Erlus-Gelände soll voraussichtlich auf Fernwärme basieren“, sagt Bühring. Gespräche mit den Investoren liefen bereits. Neben ihrem Standard-Produkt „Wärme-Direktservice“ bieten die SWS seit 2012 auch ein „Mini-BHKW-Komplettpaket“ an. Dabei investieren die Stadtwerke in ein Mini-Blockheizkraftwerk beim Kunden und erzeugen neben Wärme auch Strom. Durch die Kombination kann eine optimale Nutzung des eingesetzten Brennstoffes Erdgas erreicht werden.

Am Abfallwirtschaftshof werden 350.000 Euro in die Grünabfallaufbereitung (Halle und Flächen) investiert. Durch die Trennung des Holzes von krautigen Bestandteilen und dessen Aufbereitung kann eine hohe energetische Verwertungsquote erzielt werden. Das angelieferte Holz kommt als Holzhackschnitzel im Normand-Wohngebiet und bei weiteren geplanten Arealen zum Einsatz und dient der dortigen Wärmeversorgung.

Im Sport- und Erlebnisbad bademaxx setzen die Stadtwerke 2013 784.700 Euro ein. Mit 665.000 Euro macht die Investition in einen Anbau mit Kurs- und Therapiebecken (85 qm Wasserfläche / 0,80 –  1,35 m Wassertiefe) in unmittelbarer Nähe des Schwimmerareals den Löwenanteil aus. Durch die stetig steigenden Besucherzahlen ist das bademaxx zu hochfrequentierten Zeiten an seine Grenzen gestoßen. „Wir sind überzeugt, dass die Auslagerung von Kursen in ein eigenes Refugium zur Zufriedenheit aller Besucher beitragen wird“, sagt Bühring. Zudem sei in der Investitionssumme ein zusätzlicher Raum für Kurse und Fitnessübungen außerhalb des Wassers enthalten.