(pm). Am 12. Dezember 2011 empfingen Oberbürgermeister Hansjörg Eger, sein Germersheimer Kollege Marcus Schaile und der Leiter des Linienmanagements der Deutschen Bahn, Robert Dietrich, den ersten planmäßigen Intercity aus Frankfurt im Speyerer Bahnhof. Zunächst führte die DB AG das neue Angebot probeweise für ein Jahr ein.

„Die Inanspruchnahme des neuen IC-Zuges ist bislang leider sehr schwach“, schrieb Dietrich jetzt in einem Brief an den Oberbürgermeister. Zwischen Speyer und Ludwigshafen würden derzeit im Schnitt nur etwa 30 Reisende pro Zugfahrt das Angebot nutzen. Für einen dauerhaften Betrieb sei eine deutlich höhere Inanspruchnahme dieser Fernverkehrszüge erforderlich. Eger hat diesen Brief zum Anlass genommen, die Speyerer Bürger erneut auf die Fernverkehrsanbindung aufmerksam zu machen. „Zugreisen sind meist weniger anstrengend als Autofahrten, weil man sich entspannt zurücklehnen kann. Zudem ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel umweltschonender. Ich wünsche mir, dass die Speyerer häufiger vom Intercity Gebrauch machen“, so Eger.

Montags bis freitags fährt der IC 2284 von Karlsruhe via Germersheim (Abfahrt 5.47 Uhr), Speyer (5.59 Uhr) und Schifferstadt (6.07 Uhr) nach Ludwigshafen, Frankenthal, Worms und Frankfurt (Ankunft 7.19 Uhr). In der Gegenrichtung startet der IC 2285 montags bis donnerstags um 17.40 Uhr in Frankfurt und erreicht Schifferstadt um 18.51 Uhr, Speyer um 19.02 Uhr, Germersheim um 19.13 Uhr und fährt von dort weiter bis Karlsruhe (Ankunft 19.43 Uhr).

Mit dieser IC-Verbindung sind Reisende nach Frankfurt gegenüber den bisherigen Verbindungen bis zu 23 Minuten schneller und müssen nicht mehr umsteigen. Die Direktverbindung ist insbesondere für Pendler nach Frankfurt attraktiv. Aber auch für Geschäfts- bzw. Privatreisende ist der neue Intercity mit guten Anschlüssen in Frankfurt, z.B. zu einem ICE nach Köln (Ankunft 8.32 Uhr) und Amsterdam (Ankunft 11.25 Uhr) interessant.

Aktuell prüfe die Deutsche Bahn für die morgendlichen Zugfahrten nochmals die Chancen, die sehr frühe Abfahrtszeit zu optimieren, so Dietrich. Eine Realisierung im bereits stark befahrenen Bahnknoten Frankfurt sei jedoch sehr schwierig.