Speyer: Bauschutt Marienheim asbestfrei – Baustelle wieder frei

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Speyer: Bauschutt Marienheim asbestfrei – Baustelle wieder frei

Die untersuchten Bauschuttproben, die auf dem ehemaligen Marienheimgelände entnommen wurden, sind nach der Gefahrstoffverordnung asbestfrei. Folglich gab die Gewerbeaufsicht der Struktur und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) die Baustelle wieder frei. „Den Anwohnern kann die Sorge genommen werden, dass von der Entsorgung des auf dem Gelände noch verbliebenen Bauschutts eine Gesundheitsgefährdung ausgeht“, gab Oberbürgermeister Hansjörg Eger Entwarnung.

Das Labor des Baustoffberatungszentrums Rheinland (BZR-Institut) untersuchte Mischproben, die den beiden Kellerräumen des Abbruchgebäudes und dem auf der Oberfläche verbliebenen Bauschutt entnommen waren. Ferner wurde das bereits abgetragene und auf dem Bauschuttrecyclinghof (BRS) sichergestellte Abbruchmaterial beprobt. Der Laborbericht dokumentiert, dass die eingelieferten Proben „Bauschutt Keller 1 und Keller 2“ sowie „Bauschutt BRS“ gar keine Asbestfasern aufweisen und der Messwert der Probe „Bauschutt Oberfläche“ mit 0,0016 Massen-Prozent weit unterhalb der in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe, die sich mit Asbest befassen, festgeschriebenen Nachweisgrenze von 0,008 Massen-Prozent liegt. In der Gefahrstoffverordnung erklärt der Gesetzgeber 0,1 Massen-Prozent an asbesthaltigem Material für zulässig. Auch bei allen Klebeproben an Fensterbänken und am Efeubewuchs, entsprechend der vorgetragenen Anwohnerwünsche waren dies insgesamt 13 Proben, wurden ebenfalls keine Asbestfasern nachgewiesen.

„Angesichts dieser Ergebnisse der quantitativen Asbestbestimmungen, können die Bauschuttmassen auf der Baustelle als asbestfrei deklariert werden“, erläuterte Dr. Arnold Müller, Leiter der Regionalstelle Gewerbeaufsicht der SGD Süd.

Entsorgungsnachweise

Zur sachgerechten Abfallentsorgung erläuterte Maria Theresia Kruska seitens der Stadt, dass im Rahmen der Dekontaminationsmaßnahme der sichergestellte Asbestzement fachgerecht in Big-Bags verpackt wurde und als Sonderabfall entsorgt wird. So werde auch mit den Asbestzementplatten verfahren, die bereits unsachgemäß auf der Recyclinganlage Speyer (BRS) deponiert waren. Bis zur Baueinstellung seien insgesamt 133,64 t Bauschutt von der Baustelle zur BRS verbracht worden. Der restliche Bauschutt wird aufgrund der Laborergebnisse dort verbleiben und kann auf üblichem Wege als Bauschutt recycelt werden.

Aus dem Baucontainer auf dem Marienheimgelände seien neben Asbestzementbruchstücken auch Mineralwollreste aussortiert und fachgerecht verpackt worden. Danach sei der Container mit einer Plane abgedeckt worden. Geregelt sei auch die noch anstehende Entsorgung von mit Mineralwolleresten durchsetztem Dachkies, der auf einer Baustellenfläche von ca. 20 – 30 qm verblieben sei. Dieser werde mit einem Bindemittel besprüht, von einer Fachfirma mit Hilfe eines Minibaggers in den Container verbracht und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Speyer vom 20. März 2012

By |Donnerstag, 19. April 2012|