Bluthochdruck tut nicht weh, verursacht unbehandelt aber fast immer beträchtlichen Schaden im gesamten Körper – mit lebensgefährlichen Folgen. „Umso wichtiger ist es, seinen Blutdruck im Auge zu behalten. Vor allem bei älteren Menschen ist er häufig chronisch erhöht“, sagt Prof. Dr. Bernd Waldecker, Chefarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin der GRN-Klinik Schwetzingen.

Bei einem öffentlichen Informationsabend am Dienstag, 28. Juni 2016, wird er auf die Folgen unbehandelten Bluthochdrucks eingehen sowie Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten erklären. Der Vortrag beginnt um 18.00 Uhr in der Cafeteria der Klinik (Bodelschwinghstraße 10) und dauert rund 45 Minuten. Danach haben die Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit Prof. Waldecker ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Info-Abend findet in Kooperation mit der örtlichen Selbsthilfegruppe Koronare Herzerkrankungen der Deutschen Herzstiftung e.V. statt. Die Gruppe ist mit einem Infostand vertreten und stellt ihre Angebote vor.

Bei chronischem Bluthochdruck, fachsprachlich „Arterielle Hypertonie“, ist der Blutdruck im arteriellen Gefäßsystem dauerhaft und unabhängig von körperlicher oder seelischer Belastung über einen bestimmten Grenzwert erhöht. Dieser liegt laut aktueller Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei 140 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) für den „oberen“ und bei 90 – 95 mmHg für den „unteren“ Wert. Meist bleibt die Ursache hierfür im Dunkeln; selten ist eine Nieren- oder Hormonerkrankung verantwortlich. Die Bluthochdruckerkrankung ist sehr häufig: Insbesondere bei älteren Menschen ist rund ein Drittel betroffen.

„Die Bluthochdruckerkrankung löst nur selten typische Symptome aus und bleibt von den Betroffenen deshalb lange unbemerkt. Sie verursacht aber in der Regel langfristig schwere Schäden an verschiedenen Organen. Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverletzungen und Nierenversagen können die Folgen sein“, warnt der Herz- und Gefäßspezialist Prof. Waldecker. „Durch Früherkennung und entsprechend frühen Behandlungsbeginn bei Bluthochdruck kann diesen Folgeerkrankungen Einhalt geboten oder wenigstens deren Auftreten verzögert werden.“