Schlaganfall-Hilfe Blutdruck messen

Foto: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

(pm). Etwa 35 Millionen Bundesbürger leiden an Bluthochdruck, dem so genannten „leisen Killer“. Doch nur 5 Prozent von ihnen gelingt es, ihren Blutdruck gut einzustellen. Die Gründe: Etwa die Hälfte der Betroffenen weiß nicht um ihr Risiko, rund ein Viertel lässt sich nicht behandeln, bei den anderen zeigt die Behandlung keinen Erfolg.

Nach einer Studie der Deutschen Schlaganfall-Hilfe wissen heute 82 Prozent der Bundesbürger, dass sie ihr Schlaganfall-Risiko selbst beeinflussen können. „Doch eine Lebensstiländerung ist häufig mit Anstrengung und Verzicht verbunden, davor schrecken die Menschen zurück,“ sagt der Kardiologe Prof. Dr. Ulrich Tebbe, Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und Chefarzt am Klinikum Lippe in Detmold. Deshalb brauche es neue Konzepte, die Patienten zu mehr Therapietreue motivierten.

Doch egal ob sanfte Methoden oder medikamentöse Therapie – Hausärzte stehen vor einer weiteren Herausforderung: Sie müssen Patienten eine Gefahr verdeutlichen, die diese erst Jahre später zu spüren bekommen. „Wenn Bluthochdruck-Patienten ärztliche Empfehlungen nicht einhalten, liegt das auch daran, dass sie die Zusammenhänge nicht ausreichend verstehen,“ so Prof. Tebbe. Er appelliert daher an seine Kollegen, noch stärker aktiv das Gespräch mit den Patienten zu suchen. Dabei sollten sprachliche und intellektuelle Unterschiede deutlicher berücksichtigt werden.

Auch Patienten können ihren Teil zu einem guten Arztgespräch beitragen. Speziell für Bluthochdruck-Patienten hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe auf ihrer Internetseite drei Fragebögen zur besseren Vorbereitung auf den Arztbesuch zum Download bereitgestellt (einen allgemeinen Arztfragebogen, und je einen zu den Themen Bluthochdruck und Vorhofflimmern).

Weitere Informationen: www.schlaganfall-hilfe.de