Hochwasser Waldgrehweiler

Hochwasser in Waldgrehweiler. Foto: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz

Bei einem Vorort-Termin in Waldgrehweiler zeigte sich der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Thomas Griese am 1. Oktober 2014 beeindruckt von der Welle der Solidarität in den vom Starkregen am 20. September geschädigten Gemeinden im Donnersbergkreis. „Das Umweltministerium wird einen konkreten Beitrag dazu leisten, damit solche Schäden in Zukunft begrenzt werden“, sagte Griese und lobte die gute Zusammenarbeit der Kommunen mit der Wasserwirtschaftsverwaltung.

Pilotprojekt für die Region

„Aufgrund des Klimawandels müssen wir künftig vermehrt mit extremen Wetterereignissen, vor allem auch mit Starkregen rechnen. Darauf müssen wir uns vorbereiten“, so Griese. Das Umweltministerium sei bereit, Kommunen, Bürgerinnen und Bürger bei den notwendigen Vorsorgemaßnahmen zu unterstützen. Dazu werde man für die Region kurzfristig ein Pilotprojekt auf den Weg bringen: „In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen werden wir ein Ingenieurbüro mit einem Hochwasserschutzkonzept für Starkregen beauftragen und die Akteure vor Ort einbinden. So wird Bürgerbeteiligung konkret.“ Zudem könnten sich Kommunen und Bürger kostenlos zur Hochwasservorsorge beraten lassen, erklärte der Staatssekretär. Die Beratung erfolge in Zusammenarbeit mit dem Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge beim Gemeinde- und Städtebund. Darüber hinaus werde das Umweltministerium im Rahmen der Aktion „Blau Plus“ Maßnahmen zum Wasserrückhalt auf der Fläche sowie zur Instandsetzung und Unterhaltung von Gewässern mit bis zu 90 Prozent fördern.

Bislang nur 20 Prozent der Bevölkerung gegen Hochwasserschäden versichert

Griese berichtete, dass die Wasserwirtschaftsverwaltung gemeinsam mit den Kommunen in der vergangenen Woche eine erste Bestandsaufnahme der Schäden und Ursachen in den betroffenen Gemeinden im Donnersbergkreis vorgenommen und Erstmaßnahmen veranlasst habe. Neben dem Starkregen hätten auch Bodenerosionen sowie die Ablagerung von Gegenständen im natürlichen Überschwemmungsgebiet zu den Schäden beigetragen. Der Staatssekretär verwies zudem auf die Kampagne des Landes zur Versicherung von Elementarschäden: „Bislang ist nur jeder fünfte Rheinland-Pfälzer gegen Hochwasserschäden versichert. Wir werben gemeinsam mit der Verbraucherzentrale und der Versicherungswirtschaft dafür, dass die Hauseigentümer hier Verantwortung übernehmen und Eigenvorsorge leisten.“