Umweltministerin Ulrike Höfken, Prof. Dr. Hans-Jürgen Seimetz, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, und Umweltdezernentin Katrin Eder haben heute offiziell das Naturschutzgebiet „Wiesen am Layenhof – Ober-Olmer Wald“ eingeweiht. „Biodiversität schützt unsere Lebensgrundlage: Ohne die Bestäubung von Insekten entwickeln sich zum Beispiel keine Früchte an Obstbäumen oder -sträuchern“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken. Das neue Naturschutzgebiet biete auf insgesamt 533 Hektar bedrohten Tier- und Pflanzenarten, wie etwa dem Grünspecht, dem Schwarzmilan oder der Bechsteinfledermaus, einen ungestörten Lebensraum. Gerade die standorttypischen Mager- oder Streuobstwiesen sowie heimische Laubwälder seien ideale Rückzugsorte für rund 110 Laufkäfer- und etwa 280 Schmetterlingsarten, so Höfken. „Das Naturschutzgebiet ,Wiesen am Layenhof – Ober-Olmer Wald‘ leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unserer Biodiversitätsstrategie. Dafür möchte ich allen Beteiligten herzlich danken“, sagte die Ministerin.

„In der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet ist es gelungen, diesen Standort typischer, seltener und gefährdeter Pflanzen und Tiere sowie deren Lebensgemeinschaften umfassend zu schützen und gleichzeitig die weitere ordnungsgemäße Nutzung des Flugplatzes Mainz-Finthen zu gewährleisten“, betonte Hans-Jürgen Seimetz, Präsident der SGD Süd.

Mit der Unterschutzstellung dieses Gebietes gehe ein schon Jahrzehnte alter Wunsch von Naturschützern in Erfüllung. „Wir sind glücklich, dass es nun gelungen ist, das Gebiet dauerhaft für die Natur sichern zu können. Die Biotopflächen des Layenhofes bilden in Größe, Artenvielfalt und Seltenheit ein höchst bedeutendes Gebiet für den Arten- und Biotopschutz und sind von überregionaler Bedeutung für die Vogelwelt – sowohl als Brut- als auch als Rastgebiet“, sagte Katrin Eder, Umweltdezernentin der Stadt Mainz.

„Naturschutzgebiete unterstützen die Erhaltung der Artenvielfalt und somit auch die Umsetzung unseres Landesprogramms ,Aktion Grün‘“, führte die Umweltministerin an. Mit der „Aktion Grün“ habe die Landesregierung ein Netzwerk und Aktionsbündnis für die biologische Vielfalt in Rheinland-Pfalz geschaffen. „Ziel der Aktion Grün ist es, das Artensterben aufzuhalten. Denn der Handlungsbedarf steigt, die biologische Vielfalt zu erhalten und unsere Lebensgrundlage zu sichern“, erklärte Höfken. Die Hälfte der Brutvogelarten im Land sowie 65 Prozent der Schmetterlinge seien gefährdet. So ziele der Programmteil „Rheinland-Pfalz blüht“ zum Beispiel darauf ab, mit neuen Nahrungs- und Bruthabitaten für Bienen, Vögel und Schmetterlinge, die Artenvielfalt im Land zu erhalten.

Weitere Informationen zur „Aktion Grün“ sind abrufbar unter: https://mueef.rlp.de/de/themen/naturschutz/aktion-gruen/