Aufgrund massiven Drucks von Seiten der Umweltschützer, der Verbände und von Bündnis ’90/Die Grünen hat der Chemiekonzern BASF seine Anträge auf Zulassung genveränderter Kartoffelsorten in Europa gestoppt. Für die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel, und den agrarpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion Dietmar Johnen ist dies ein Grund zur Freude: „Wir haben es geschafft, dass die BASF von ihrer Planung Abstand nimmt, gentechnisch veränderte Kartoffeln großflächig in Rheinland-Pfalz freizusetzen. Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für ein gentechnikfreies Rheinland-Pfalz. Wir werden uns auf Landesebene auch weiterhin dafür einsetzen, dass gentechnisch veränderte Pflanzen in Rheinland-Pfalz nicht angebaut werden und die Verbraucherinnen und Verbraucher Essen ohne Gentechnik auf ihre Teller bekommen.“

Gestoppt wurden die Zulassungsanträge für die drei Sorten mit den Namen „Fortuna“, „Amadea“ und „Modena“. Für die Sorten „Fortuna“ (PH05-026-0048) und „Modena“ (AV 43-6-G7) war in Limburgerhof ein Anbau auf 10 Hektar über vier Jahre geplant. Nach Aussage des Konzerns zieht dieser sich auch aus der Forschung zu nährstoffverbessertem Futtermais zurück. Weiterhin geforscht werden soll an der Entwicklung von pilzresistentem Mais. Forschungszentrum wird die Pflanzenbiotechnologie-Tochter Plant Science sein, die in 2012 von Limburgerhof in die USA umgesiedelt wurde.