Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken hat klargestellt, dass die Landesregierung den Status des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen in jedem Fall unterstützen und stärken werde. „Das Biosphärenreservat ist eine große Chance für die nachhaltige Entwicklung der Region, die wir gemeinsam mit den Akteuren vor Ort wahrnehmen wollen. Dazu ist der internationale Schutzstatus eine unabdingbare Voraussetzung“, betonte Höfken. Weder die Landesregierung noch die kommunale Seite wolle den Status aufgrund von Windkraftprojekten aufs Spiel setzen. Höfken wies darauf hin, dass die Windkraftplanung auch im Pfälzerwald in der Verantwortung der Kommunen liege, die dazu ihre „Landauer Erklärung“ abgegeben hätten. Derzeit werde vom MAB-Komitee der UNESCO geprüft, ob die am 14. Januar von den Kommunen vorgelegten Vorschläge zur Windenergie mit dem Schutzstatus kompatibel seien. Diese Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.

Höfken machte deutlich, dass die Landesregierung das LEP IV auf Grundlage eines Positionspapiers des MAB-Komitees fortgeschrieben habe, wonach Windkraft in Entwicklungszonen von Biosphärenreservaten möglich sei. „Im Nachhinein hat das MAB-Komitee seine Position verändert und jetzt andere Schwerpunkte gesetzt“, erklärte Höfken. Die Ministerin wies darauf hin, dass sich das MAB-Komitee auch kritisch zur weiteren Zersiedelung im Pfälzerwald sowie zum weiteren Ausbau der B 10 geäußert habe.

Biosphärenreservat soll ökologische Modellregion werden

„Wir wollen das Biosphärenreservat gemeinsam mit dem Bezirksverband Pfalz zu einer ökologischen Modellregion entwickeln“, so Höfken. Sie stellte nochmals klar, dass der Bezirksverband mit der Übernahme der Trägerschaft seit mehr als einem Jahr die zentrale Steuerungs- und Moderationsfunktion für diesen Prozess übernommen habe. Kommende Woche werde sie den Vorsitzenden des Bezirksverbands, Theo Wieder, treffen, um mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen.