Das Regierungspräsidium Karlsruhe prüft, ob im Brombachtal ein neues Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen werden kann. Deshalb wurden für 2013 die Kartierung der Pflanzen, Vögel, Schmetterlinge, Fledermäuse und Krebstiere in Auftrag gegeben. Am 18. Juni 2013 wird der zuständige Referent, Dr. Christoph Aly, im Rahmen einer Sitzung des Ortschaftsrates (18.00 Uhr, Altes Rathaus, Eberbach-Brombach) für Fragen bereit stehen. Bei geeignetem Wetter ist auch ein Rundgang durch das Brombachtal vorgesehen. Die interessierte Öffentlichkeit ist hierzu eingeladen. Im Herbst, nach Abschluss der Kartierungen, werden die Ergebnisse vorgestellt und über die möglichen Vorteile der Ausweisung eines Naturschutzgebietes diskutiert. Bei entsprechender Eignung wird die Einrichtung eines Naturschutzgebietes vorgeschlagen.

Hintergrund-Info

Unterhalb des Eberbacher Ortsteils Brombach öffnet sich das Brombachtal als sonniges, landschaftlich reizvolles Wiesental. Jetzt soll geprüft werden, ob hier auch die Artenvielfalt an wildlebenden Tieren und Pflanzen lebt, die eine Ausweisung als NSG rechtfertigt. 2013 nehmen daher Biologen die Flora und Fauna unter die Lupe: Bis Oktober werden die Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge, Heuschrecken, Amphibien und Krebstiere kartiert. Dabei werden bereits vorliegende Erkenntnisse berücksichtigt. Das Regierungspräsidium bittet darum, die Arbeiten zu unterstützen.

Naturschutzgebiete werden durch Verordnung des Regierungspräsidiums ausgewiesen. In der Verordnung wird geregelt, was zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt künftig zu beachten ist. Rechtmäßige Nutzungen genießen dabei Bestandsschutz, bei der künftigen Entwicklung hat die Natur Vorrang. Die Beweidung mit Schafen liegt ganz im Interesse des Naturschutzes und soll weiter finanziell gefördert werden. Das Brombachtal ist zum überwiegenden Teil im Besitz des Landes Baden-Württemberg.