Philippsburg: meldepflichtiges Ereignis beim Kernkraftwerk

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Philippsburg: meldepflichtiges Ereignis beim Kernkraftwerk

(pm). Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg ist derzeit zur Revision abgefahren. Am 30. Juni 2012 wurde eine Funktionsprüfung an einem Notstromdiesel durchgeführt. Wie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mitteilt, startete dabei der Notstromdiesel aufgrund eines nicht öffnenden Hauptanlassventils nicht. Ursache hierfür war eine defekte elektronische Baugruppe. Diese wurde ausgetauscht und die Funktionsprüfung des Notstromdiesels erfolgreich wiederholt.

Die Notstromdiesel sind Bestandteil des Sicherheitssystems des Kernkraftwerkes. Sie haben die Aufgabe, bei Ausfall der Energieversorgung zu starten und die elektrische Versorgung der sicherheitstechnisch wichtigen Verbraucher sicher zu stellen. Die Notstromdieselanlage ist vierfach redundant, also in vierfacher Ausführung, aufgebaut. Im Anforderungsfall genügen zwei Redundanzen. Es standen zu jedem Zeitpunkt drei Redundanzen uneingeschränkt zur Verfügung. Die betroffene Redundanz war zu diesem Zeitpunkt geplant in Wartung. Laut Ministerium war der Befund daher von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung. Es hätten sich keine Auswirkungen auf Personen, Umwelt oder den Betrieb der Anlage ergeben. Die Einstufung durch den Kraftwerksbetreiber erfolgte in Meldekategorie N (= Normalmeldung); INES 0 (= keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung).

By |Freitag, 13. Juli 2012|