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Foto: Jorma Bork, pixelio.de

Wie schätzen die Deutschen ihre Lebensqualität ein? Was beeinflusst diese? Wie beeinträchtigen chronische Erkrankungen, insbesondere Krebs, langfristig die Lebensqualität? Diese Fragen möchten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg in der „LinDe-Studie“ (Lebensqualität in Deutschland – Referenzdaten für Studien mit Krebspatienten) beantworten. Das Vorhaben wird von der Deutschen Krebshilfe gefördert und wird von der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest/Kantar Health durchgeführt. Studienleiter ist PD Dr. Volker Arndt vom DKFZ.

Zur Zeit werden im Rahmen der Studie deutschlandweit über 10.000 Fragebögen an von den Einwohnermeldeämtern nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Männer und Frauen versandt. Der Fragebogen enthält u.a. Fragen zu Lebensqualität, Depression, körperlicher Aktivität und sozialer Unterstützung. Mit Hilfe der Angaben soll die Lebensqualität der Menschen in Deutschland bestimmt und mögliche Einflussfaktoren identifiziert werden, die sich negativ oder positiv darauf auswirken können.

Ein besonderer Fokus der LinDe-Studie liegt auf dem Einfluss, den Erkrankungen, insbesondere Krebs, auf die Lebensqualität haben. Frühere Studien konnten zeigen, dass eine Krebserkrankung auch viele Jahre nach der Behandlung und Heilung noch mit erheblichen Beeinträchtigungen einhergehen kann. Ein Ziel des Forschungsvorhabens ist, mögliche langfristige Beeinträchtigungen der Lebensqualität durch eine Krebserkrankung zu erfassen und Wege zu finden, diese Beeinträchtigung zu vermeiden. Damit wollen die Wissenschaftler auf lange Sicht dazu beitragen, die medizinische und psychosoziale Versorgung der Betroffenen zu verbessern.

Weitere Informationen:
www.dkfz.de/de/klinepi/Projekte/linde-Studie.html