Mannheim: Wenn die Blutbildung außer Kontrolle gerät – Ärzte informieren über MDS

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Mannheim: Wenn die Blutbildung außer Kontrolle gerät – Ärzte informieren über MDS

Der Begriff ist so sperrig wie die Erkrankung schwerwiegend – die Rede ist von der Myelodysplasie. Beschrieben wird damit eine Fehlfunktion der Blutbildung im Knochenmark von Patienten, die an myelodysplastischen Syndromen (MDS) leiden. Der Mangel an funktionstüchtigen Blutzellen macht sich als Blutarmut bemerkbar, und da die Krankheit einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen kann, ist es von besonderer Bedeutung, dass Patienten und deren Angehörige sich damit auskennen. Die auf solche Erkrankungen spezialisierte III. Medizinische Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) lädt daher für Samstag, 22. Juni 2013 (12.00 Uhr, Patientenhaus, Raum „Weitblick“), zu einem Patiententag ein. Klinikdirektor Prof. Dr. Wolf-Karsten Hofmann: „Wir nehmen uns an diesem Nachmittag Zeit, auf aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und in der Therapie gezielt einzugehen.“

Zunächst widmen sich die Ärzte beispielsweise den unterschiedlichen Ursachen einer Anämie (Blutarmut). Myelodysplastische Syndrome sind eine häufige Ursache dafür, und während sie bei einigen Patienten eher unscheinbar verlaufen, führen sie bei anderen im späteren Verlauf zu einer Akuten Myeloischen Leukämie (Form des Blutkrebses). Die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten setzen voraus, zwischen niedrigem und hohem Risiko für solch einen dramatischen Verlauf zu unterscheiden.

Die UMM gehört zu einer Gruppe von sechs deutschen Universitätsklinika, die sich besonders intensiv mit der Erforschung und Behandlung der MDS auseinandersetzen und die dabei eng zusammenarbeiten. Ihr Sprecher ist Prof. Hofmann. Vor wenigen Wochen hat die Deutsche Krebshilfe diesem Verbund eine auf drei Jahre angelegte finanzielle Unterstützung in Höhe von über drei Millionen Euro zugebilligt.

By |Montag, 17. Juni 2013|