Im Hauptausschuss des Mannheimer Gemeinderats wurden am 18. November 2014 die Inhalte der Auslobung zur 2. Stufe des Ideen- und Realisierungswettbewerbs Grünzug Nordost und Bundesgartenschau (BUGA) 2023 vorgestellt. Die 1. Stufe des vom Gemeinderat beschlossenen Ideen- und Realisierungswettbewerbs ist abgeschlossen. Ein Preisgericht hat neun gleichwertige Entwürfe von Stadtplanern und Landschaftsarchitekten aus 34 eingereichten Arbeiten internationaler Büros ausgewählt. Am 9. Oktober wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt, bis zum 24. Oktober konnten sie auf dem Gelände der Spinelli Barracks besichtigt werden.

Einer der größten landschaftsplanerischen Wettbewerbe der letzten Jahre

Die Konzepte der neun ausgewählten Arbeiten werden in der 2. Stufe des Wettbewerbs, bei dem es sich um einen der bundesweit größten landschaftsplanerischen Wettbewerbe der letzten Jahre handelt, ausgearbeitet. Die Grundlage für die Konkretisierung bilden das Juryprotokoll der Preisgerichtssitzung, Überarbeitungshinweise aus den Bereichen Städtebau, Infrastruktur, Sport, Ökologie und Programm des BUGA-Kerngeländes sowie der für den 29. November geplante Bürgerdialog zum Ideenwettbewerb.

Grundlagen für hohe Qualität der Ergebnisse

Das „Juryprotokoll“ bildet eine der Grundlagen für die weiteren Planungsschritte. Es enthält die Hinweise der Preisrichter zu jeder Arbeit in konzentrierter Form. Ergänzt wird dies durch Hinweise der zehn Fachpreisrichter aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und aus der Verwaltung. Das 50-köpfige Preisgericht hat zudem Überarbeitungshinweise formuliert, die von den Planungsbüros zur weiteren Ausarbeitung herangezogen werden sollen. Diese Arbeitspunkte sollen für eine deutlich tiefere Aussagendichte sorgen.

In der 2. Stufe des Wettbewerbs gilt weiterhin, wie bereits in der Aufgabenstellung für Stufe 1 formuliert, die Straße „Am Aubuckel“ wegzudenken. Über eine Alternative zu der jetzigen Straßenführung wird in der Gemeinderatssitzung am 25. November 2014 diskutiert. Damit sind die Varianten „Riedbahnparallele“ und „ersatzlose Sperrung“ weiterhin möglich und die Idee, einen zusammenhängenden Grünzug für die Stadt Mannheim zu entwickeln, nicht gefährdet, denn betroffen von einer Entscheidungsverschiebung ist lediglich der Ideenteil des Wettbewerbs, da sich hier der „Planungsraum“ im östlichen Bereich des Riedbahndamms in einer Breite von rund 12 Metern verändert, was für eine so umfangreiche Planung und für die Gewinnung einer Grundidee aber nur geringe Bedeutung hat.

Die neun – in der 1. Stufe des Wettbewerbs ausgewählten – Planungsbüros stehen zudem am Samstag, 29. November 2014 (11.00 – 16.30 Uhr), in der Sporthalle auf dem Spinelli Gelände im Rahmen eines offenen Bürgerdialogs mit Rückfragekolloquium Rede und Antwort. Im direkten Dialog mit den Bürgern soll auf Anregungen und Diskussionen eingegangen und so die Bürger aktiv eingebunden werden. Umgekehrt kann den Bürgern der komplexe Planungsablauf aufgezeigt und erläutert werden.

Nächste Schritte im Wettbewerbsverfahren

Nach dem Bürgerdialog und dem Rückfragekolloquium haben die neun Arbeitsgemeinschaften bestehend aus Landschaftsarchitekten und Stadtplanern rund zweieinhalb Monate Zeit, die eingereichten Arbeiten aus der Stufe 1 zu überarbeiten. Die Abgabe der detaillierten ausgearbeiteten Wettbewerbsunterlagen ist für März 2015 angesetzt. Einen Monat später tagt dann das Preisgericht. Die Ergebnisse werden anschließend öffentlich ausgestellt. Am Ende des Prozesses wird entschieden, mit welchem Büro man den Grünzug Nordost realisieren will.

Anmeldungen zum Bürgerdialog am Samstag, 29. November 2014, können bis 27. November abgegeben werden unter:
Telefon 06 21/2 93-62 10 oder
www.konversion-mannheim.de/gruenzug-wettbewerb