Mannheim Uniklinik Ultraschallgerät

Der Internist Dr. Christoph Antoni beim Einsatz des neuen Ultraschallgerätes. Foto: Universitätsmedizin Mannheim

Tumorgewebe durch eine Bestrahlung mit Mikrowellen zu erhitzen und damit zu zerstören – diese Idee ist nicht neu, setzt aber voraus, die Krebszellen zuvor exakt zu lokalisieren. Dies bedarf der ärztlichen Sachkunde und hochkarätiger Medizintechnologie gleichermaßen.

Die Ärzte der auf Erkrankungen der Verdauungsorgane spezialisierten II. Medizinischen Universitätsklinik in Mannheim können dabei jetzt auf ein Ultraschallgerät neuester Bauart zurückgreifen, das einen besonders präzisen Einblick in das Körperinnere ermöglicht und gleichzeitig die Elastizität des Organs bestimmen kann. Dies ist wichtig, weil die Ärzte damit auf das Ausmaß schließen können, in dem die Leber durch eine Grunderkrankung geschädigt ist: Denn eine Entzündung führt dort zur vermehrtem Einlagerung von Bindegewebe, zu Vernarbungen, und in der Folge zu einer Leberzirrhose. Dabei verhärtet das Organ, was das mit einem speziellen Modul ausgestattete Gerät aufgrund des unmittelbareren „Echos“ der Schallwellen sofort erkennt.

„Gerade weil Lebererkrankungen häufig erst in fortgeschrittenem Stadium spürbare Symptome auslösen, ist es für uns Ärzte wichtig, sie schon in einem frühen Stadium zu diagnostizieren“, setzt Klinikdirektor Prof. Dr. Matthias Ebert auf die Vorzüge des neuen Geräts. Dies gelte in besonderer Weise für das Aufspüren von Tumormetastasen, die zerstört werden sollen, bevor sie weiter im Körper streuen können. Oberarzt Dr. Christoph Antoni ergänzt: „Die Untersuchung mit diesem Gerät dauert gut zehn Minuten und ist nicht schmerzhaft. Damit verfügen wir über ein ideales Verfahren, um beispielsweise einen kompletten Krankheitsverlauf mit vertretbarem Aufwand zu verfolgen.“ Außerdem gehe dies Hand in Hand mit der Mikrowellenablation als einer in der Klinik verfügbaren Behandlung der Tumoren.