Mannheim: Stadt pflanzt Bäume für den Wald von morgen

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Mannheim: Stadt pflanzt Bäume für den Wald von morgen

Norbert Krotz (Revierleiter Dossenwald und Waldpark) und Sebastian Eick (Forstamtsleiter) erklären Wissenswertes zur Forstarbeit

Bei einem Rundgang durch den Dossenwald haben sich Bürgermeisterin Felicitas Kubala und Mitglieder des Gemeinderats, sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger unter fachkundiger Führung von Forstamtsleiter Sebastian Eick und Revierförster Norbert Krotz über aktuelle forstwirtschaftliche Maßnahmen informiert.

Bei der Begrüßung erklärte Kubala, warum ein zukunftsfähiger Wald wichtig ist: „Der Wald erfüllt viele Funktionen für Mensch und Natur. Wir können uns hier erholen und die Ruhe genießen. Im Sommer ist es angenehm kühl. Die Wälder in Mannheim sorgen für frische, saubere Luft. Davon profitiert die gesamte Stadt. Auch für den Artenschutz ist der Wald unverzichtbar, denn er bietet Tieren und Pflanzen einen Lebensraum.“

Revierförster Krotz führte die Gruppe zu einem Feld, auf dem städtische Forstwirte und Forstwirt-Azubis gerade junge Bäume pflanzten. „Hier wird der Grundstein für die nächste Waldgeneration gelegt“, erklärte Forstamtsleiter Eick. „Insgesamt pflanzen wir in diesem Frühjahr rund 5.000 Bäume und Sträucher.“ Die gepflanzten Bäume stecken in so genannten Wuchsschutz-Röhren aus Kunststoff. Sie halten Rehe und Kaninchen davon ab, die zarten Pflanzen zu fressen. „Im Wald wachsen viele Bäume von alleine“, erklärte Krotz dazu. „Das nennen wir ‚Naturverjüngung‘. Aber das funktioniert nicht überall mit jeder Baumart.“ Kiefern hätten es beispielsweise im Dossenwald schwer – wegen der Trockenheit und weil Kaninchen ihr Übriges tun. Deshalb lässt Krotz gezielt Kiefern pflanzen, um diese Baumart für den Dossenwald zu erhalten.

Neue Baumarten für ein verändertes Klima

Bei den Pflanzungen setzt Forstamtsleiter Eick auf bewährte heimische Baumarten wie Kiefer, Eiche, Ahorn, Buche und Kirsche. Doch auch neue Sorten, wie zum Beispiel Baumhasel und Zedern werden eingesetzt. Ein Grund ist der Klimawandel, der durch zunehmende Hitze und Trockenheit im Sommerhalbjahr, den altbewährten Baumarten zu schaffen macht. Sie gelten als wärmeliebend und kommen gut mit Trockenheit zurecht. Damit soll es in Mannheim auch in Zukunft möglichst artenreiche und stabile Mischwälder geben.

By |Montag, 10. April 2017|