Blumen Wald

Foto: PVH

(pm). Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Mannheim hat in einem Antrag ihre Erwartungen an die mögliche Bundesgartenschau in Mannheim formuliert. Zentral ist dabei, ursprüngliche Naturformen und Schaubepflanzungen in sinnvoller Weise zu verorten und miteinander zu verbinden.

Dabei soll das Spinelli-Gelände auf Basis des ursprünglichen Biotoptyps renaturiert werden. Dieser ist geprägt von den trockenen und nährstoffarmen Binnendünen. Wichtig ist auch das Freihalten von mindestens 600 m Frischluftschneise. Eine Bebauung ist nach Ansicht der Grünen also nur arrondierend in engen Grenzen möglich. Entscheidend ist insbesondere, den Luisenpark für Schaubepflanzungen zu nutzen.

Fraktionsvorsitzende Gabriele Thirion-Brenneisen und Mitglied im Unterausschuss Konversion: „Die Bundesgartenschau ist eine Möglichkeit, Konversion in Mannheim zu gestalten. Mit unseren Erwartungen wollen wir Altes mit Neuem unter der Maßgabe der Ökologie und der Landschaftspflege zu einer sanften Bundesgartenschau verbinden. Die neue Fläche bei Spinelli zeigt den Besucherinnen und Besuchern, wie alte Militärflächen renaturiert werden und so eine einzigartige Landschaftsform bewahrt wird. So entsteht auch für die Mannheimerinnen und Mannheimer langfristig ein wertvolles Gebiet. Gleichzeitig bietet die alte Bundesgartenschaufläche Luisenpark den geeigneten Standort für die vorgesehene Schaubepflanzung. Sollte die Feudenheimer Au mit einbezogen werden, so soll dies als Anlass genommen werden, die noch nicht umgesetzten Maßnahmen aus der Vereinbarung zu Landschaftspflegemaßnahmen von 1994 abzuschließen.“

Die Grünen wollen sichergestellt wissen, dass das Spinelli-Gelände der Bevölkerung nach der Bundesgartenschau offen steht. Außerdem sei für sie zentral, dass die Bundesgartenschaugesellschaft ein Drittel der Kosten trägt. Gabriele Thirion-Brenneisen: „Die Stadt soll sich zudem um eine finanzielle Unterstützung des Landes bemühen.“

Stadtrat Wolfgang Raufelder (MdL) und umweltpolitischer Sprecher: „Die ursprüngliche Naturfläche des Spinelli-Geländes ist einmalig und bietet mit dem benachbarten Naturdenkmal Bell eine tolle Chance für renaturierte Erholungsflächen und ein gutes Stadtklima. Die trockene Bodenbeschaffenheit ist ein letztes Refugium für Pflanzen wie den Sandwurz. Das muss als Grundlage für Planungen genommen werden. Hier Wasserflächen oder Schaubepflanzungen zu schaffen ist eine echte Bedrohung des Biotoptyps. Im Bereich der Feudenheimer Au hingegen befinden sich Feuchtgebiete, in denen, falls die Fläche zum Bundesgartenschaugelände gehören soll, periodische Gewässer angelegt werden können. Die alten Neckararme sorgen hier für das nötige Druckwasser. Um die Bundesgartenschau auch verkehrlich sanft zu gestalten, sollten neue, ökologische Mobilitätskonzepte bereits jetzt mitgeplant werden. So wäre ein rundes Konzept geschaffen.“