Mannheim: Reanimationspuppen verbessern Kinder-Notfallversorgung

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Mannheim: Reanimationspuppen verbessern Kinder-Notfallversorgung

Reanimationspuppen

Reanimationspuppen mit Spendern der Stiftung Paula Wittenberg. Foto: Universitätsmedizin Mannheim

Zehn spezielle Baby- und Kinder-Reanimationspuppen im Gesamtwert von 30.000 Euro hat die Stiftung Paula Wittenberg dem Kinderzentrum des Universitätsklinikums Mannheim zur Verfügung gestellt. Mit den Simulationspuppen und weiteren 20.000 Euro für Schulungsangebote soll die Ausbildung von Notärzten, Ärzten, Pflegekräften und Eltern bei lebensbedrohlichen Notfällen von Kindern verbessert werden.

Die Puppen decken das gesamte Spektrum vom frühgeborenen Baby bis zu Kindern im Schulalter ab. An ihnen können alle wichtigen Schritte der Reanimation geübt werden, teilweise sogar mit Unterstützung moderner Kreislauf-Überwachungsgeräte. Insbesondere das Einführen einer speziellen Röhre in die Atemwege zur Sicherung der Luftzirkulation – das so genannte Intubieren – lässt sich detailliert trainieren. „Wir sind besonders dankbar, dass wir selbst die geeigneten Puppenmodelle auswählen konnten“, betonte der Direktor der Klinik für Neonatologie, Prof. Dr. Thomas Schaible, bei der Übergabe der Puppen. „So haben wir z.B. auch Modelle beschafft, mit denen wir erschwerte Bedingungen bei der Intubation simulieren können – etwa weil der Zungengrund geschwollen ist oder der Kehlkopf bestimmte Anomalien aufweist.“

An den Puppen werden neue Ärzte und Pflegekräfte des UMM-Kinderzentrums ebenso trainieren wie ihre erfahrenen Kollegen. Sie sollen aber auch bei Schulungen von externen Kinderärzten, Notärzten und Rettungsdienstpersonal zum Einsatz kommen, die das Kinderzentrum regelmäßig anbietet. „Gerade bei Kindern fehlt Ärzten, Krankenpflegern und Rettungsdiensten oft die Routine, wenn eine Wiederbelebung oder Intubation nötig wird“, erläutert der Gründer der Stiftung, Lars Wittenberg. „Daher wollen wir mit den neuen Puppen dazu beitragen, die Ausbildung für diese lebensbedrohlichen Fälle zu verbessern.“ Auch Eltern, deren Kinder im Kinderzentrum der UMM behandelt werden, können in Schulungen mit den Puppen die wichtigsten Grundlagen der Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung erlernen.

„Die Stiftung Paula Wittenberg hat schon mehrfach wichtige Projekte des Kinderzentrums ermöglicht, zuletzt durch ihren großzügigen Zuschuss zum Kauf eines neuen Kinder-Notarztwagens“, berichtete der Ärztliche Direktor und Geschäftsführer des Universitätsklinikums, Prof. Dr. Frederik Wenz, und betonte: „Mit diesen Initiativen ist sie zu einer unverzichtbaren Stütze der Kinder-Notfallversorgung in Mannheim und der ganzen Region geworden. Dafür bedanke ich mich – sicher auch im Namen der Eltern betroffener Kinder – bei der Stiftung.“

Neben den Puppen zum Training von Reanimationen und Intubationen hat die Stiftung auch mehrere anatomische Modelle zur Verfügung gestellt, mit denen Eltern die Vorgänge im Körper neugeborener Kinder besser erläutert werden können.

By |Freitag, 15. Dezember 2017|