Mannheim: Neue Forschungsgruppe zu gesundheitlicher Ungleichheit bei jungen Menschen

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Mannheim: Neue Forschungsgruppe zu gesundheitlicher Ungleichheit bei jungen Menschen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ihre Förderzusage zu dem Projekt mit dem Titel „Institutionelle Kontexte, Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheiten bei jungen Menschen“ bekanntgegeben. Die DFG-Forschungsgruppe wird zunächst für drei Jahre gefördert. Nach einer Evaluation kann die Förderung um weitere drei Jahre verlängert werden.

Laut dem Sprecher und Leiter der neuen Forschungsgruppe, Prof. Dr. Mattias Richter, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, ist es die erste DFG-Forschungsgruppe in diesem Feld. Neben der Martin-Luther-Universität und dem Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin (MIPH) der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg sind an diesem Großprojekt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Robert Koch-Instituts Berlin, der Technischen Universität Cottbus/Senftenberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München beteiligt.

Einfluss des Kindergartens auf Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit von Kleinkindern

„Am Standort Mannheim befassen wir uns konkret mit dem Einfluss des Kindergartens auf Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit von Kleinkindern. Wir vermuten, dass der gemeinsame Kindergartenbesuch für zentrale Gesundheitsaspekte wie Bewegung und Ernährung förderlich ist“, sagt Prof. Dr. Sven Schneider, Projektleiter am Standort Mannheim. „Dr. Katharina Diehl und ich werden unter anderem untersuchen, welche baulichen Aspekte wie Außenflächen, Bewegungsmöglichkeiten und Küchenausstattung und welche sozialen Aspekte wie etwa Betreuungsschlüssel, Qualifikation und pädagogisches Konzept für die künftige Gesundheit der einzelnen Kinder eine Rolle spielen und inwiefern sie dazu beitragen, gesundheitliche Unterschiede zu reduzieren.“

Die übrigen Gruppenpartner untersuchen diese Fragen für weitere Lebensphasen und -bereiche: Familie, Schule, Hochschule und Ausbildungsstätte. Überall geht es darum, herauszufinden, welchen Einfluss diese sozialen Kontexte auf Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit haben. „Wir wollen die zugrundeliegenden Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheiten von der Geburt bis ins junge Erwachsenenalter erforschen“, sagt Richter.

Dr. Katharina Diehl wird außerdem vom MIPH aus sämtliche Maßnahmen zu Familienfreundlichkeit und Gleichstellung fördern und umsetzen. „Hierzu haben wir während des gesamten Projektes zum einen Unterstützungsmaßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zum anderen die individuelle Förderung besonders qualifizierter Wissenschaftlerinnen vorgesehen.“ Beispiele hierfür sind Kinderbetreuungsangebote während überregionaler Projekttreffen oder die Beteiligung an Teamarbeit via Home-Office.

Von |Dienstag, 11. Dezember 2018|