(pm). Zwei Lärmschutzwände sorgen an der Trasse der Deutschen Bahn in Alteichwald jetzt für mehr Ruhe. Denn in diesen Tagen wurden die drei Meter hohen Bauwerke fertig gestellt und die Baustelle geräumt. „Wir sind froh, dass die Maßnahme realisiert werden konnte und die Bewohner besser vor Lärm geschützt sind“, bemerkt Bürgermeister Lothar Quast. Bevor die Wände aufgestellt werden konnten, gab es einen langen Diskussions- und Entscheidungsprozess. Schon 2005 hat die Deutsche Bahn AG im Rahmen des Bundeslärmschutzprogramms ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Höhe der Lärmbelastung in diesem Gebiet festzustellen.

Da es in dem Bereich von Alteichwald noch mehrere Bebauungslücken gab, war das Vorhaben unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vom Eisenbahnbundesamt nicht genehmigungsfähig. „Die Stadt Mannheim hat dennoch die Auffassung vertreten, dass die Lärmsituation hier kritisch ist und dass ein effektiver Lärmschutz hergestellt werden muss“, stellt Quast fest. Die Stadt sagte daraufhin der Bahn eine finanzielle Beteiligung im Bereich der Bebauungslücken zu. Auf Drängen der Stadt wurde 2009 ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses empfahl drei Meter hohe Wände.

Baubeginn der lang ersehnten Lärmschutzwände war der 2. Juli. Die Kosten von 1,5 Millionen Euro übernimmt der Bund. Die in verschiedenen Grautönen abgestuften Lärmabweiser wurden auf einer Länge von etwa 350 Metern und 650 Metern errichtet. Um auch die höherliegenden Stockwerke der betroffenen Wohngebäude gegen Lärm zu schützen reichen die Lärmschutzwände aber nicht aus. Hier werden, wenn die Fördervoraussetzungen gegeben sind, passive Lärmschutzmaßnahmen in Form von Schallschutzfenstern und speziellen schallgeschützten Lüftungseinrichtungen in Angriff genommen. Der Bund übernimmt 75 Prozent der Kosten. Da es sich um eine Wertsteigerung der Immobilien handelt, müssen sich die Betroffenen mit 25 Prozent beteiligen.