Mannheim Impfaktion

Foto: Stadt Mannheim

Am 25. April 2013 hat in Mannheim die Impfaktion des Fachbereichs Gesundheit für nicht krankenversicherte Kinder aus Südosteuropa begonnen. Denn ein ausreichender Impfschutz ist entscheidend für die Verhütung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben. In Mannheim kam es vermehrt zum Zuzug von Menschen aus Ländern Südosteuropas. Die Familien sind teilweise nicht krankenversichert. Dadurch werden nur im Fall einer akuten ernsten Erkrankung ärztliche Leistungen in Anspruch genommen. Kinder dieser Zuwanderer haben keinen Zugang zu den vorbeugenden Leistungen des Gesundheitssystems. Darüber hinaus sind diese Kinder viel seltener geimpft als die schon in Deutschland lebenden Kinder. „Die Impfaktion des Fachbereichs Gesundheit kommt aber nicht nur dem zugezogenen Teil der Mannheimer Bevölkerung zugute, sondern auch der Gesundheit der gesamten Stadtbevölkerung“, erklärt Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freudlieb.

Die Stadt Mannheim hat zur Förderung der Integration dieser Familien einen Fonds in Höhe von 300.000 Euro für 2013 zur Verfügung gestellt. „Durch diesen Fonds ermöglichten wir unter anderem, dass die zugezogenen Kinder aus Südosteuropa eine Grundimmunisierung erhalten“, so Freundlieb. Die Impfaktion ist eingebettet in die vom 22. – 27. April stattfindende 8. Europäische Impfwoche. Weitere Impftermine können in den kommenden Wochen und Monaten vereinbart werden.

Ansprechpartner für Terminvergabe zur Impfung in den kommenden Wochen:
Sekretariat des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes, Telefon 06 21/2 93-22 75 (9.00 – 12.30 Uhr).

Hintergrund-Info: „8. Europäische Impfwoche“

Mit der Europäischen Impfwoche wird die zentrale Botschaft vermittelt, dass die Impfung eines jeden Kindes entscheidend für die Verhütung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben ist. Mit dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ wird diese Botschaft in alle Teile der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) getragen. Die Zielsetzung besteht darin, durch Sensibilisierung für die Bedeutung von Impfungen höhere Durchimpfungsraten zu erreichen.

Die WHO weist dabei auf die zunehmende Rate an z.B. Masernerkrankungen in den letzten Jahren hin. Das Ziel, die Masern als Erkrankung zu eliminieren, wird vermutlich nicht bis zum gesetzten Zeitpunkt 2015 erreicht. Insbesondere regional schwankende Impfquoten führen immer wieder zum Aufflackern der Wildinfektion. Die Erkrankung ist als Kinderkrankheit bekannt und keinesfalls so harmlos wie immer wieder formuliert wird.