Mannheim Modell Benjamin Franklin Village

Aktuelles Modell Benjamin Franklin Village. Foto: Stadt Mannheim

(pm). Wie geht es weiter mit dem Benjamin Franklin Village? Diese Frage diskutierten in einem Workshop Vertreter aus Politik und der angrenzenden Stadtteile, die Zukunftslotsen, die Verwaltung mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Bürgermeister Lothar Quast sowie den Konversions-Experten mit vier renommierten Architekturbüros aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz.

„Der Umgang mit dem Benjamin Franklin Village ist im Konversionsprozess die größte Herausforderung. Wir möchten heute aufzeigen, was möglich ist und welche strategischen Herangehensweisen es bei diesem Prozess gibt“, leitete Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz den Workshop ein. „Wir möchten die Anforderungen an einen zukunftsfähigen neuen Stadtteil in Größe der Mannheimer Innenstadt beschreiben. Diese müssen dann für den Ort und die Gesamtstadt schlüssig entwickelt werden“, so der Oberbürgermeister weiter. Vier renommierte Architekturbüros (MVRDV, Niederlande, Tegnestuen Vandkunsten, Dänemark, Atelier Loidl, Berlin und YellowZ, Berlin/Zürich) stellten ihre ersten Arbeitsskizzen vor, wie das freiwerdende Areal gestaltet werden könnte.

Der Workshop war angelegt als schrittweiser Planungsprozess. „Bei diesem Verfahren gibt es keine ersten Preise. Alle Büros arbeiten gleichberechtigt an dem Projekt, um zukunftsfähige Lösungen aufzuzeigen“, erklärte Bürgermeister Lothar Quast. Die Lösungen müssen flexibel genug sein, um den verschiedensten demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen begegnen zu können. Dabei soll natürlich die realisierbare, attraktive Quartiers- und Stadtteilentwicklung mit dem richtigen Mix an Wohnen, Freiraum, Sporteinrichtungen, Gewerbe und sozialer Infrastruktur im Vordergrund stehen. „Dieser Prozess ist eine gute Möglichkeit, um zu zeigen, was hier entwickelt werden kann. Es stehen nach dem heutigen Tag aber noch keine konkreten Pläne fest“, bemerkte Lothar Quast.

Die Beiträge der Büros werden nun vertiefend bearbeitet und sollen Anfang Februar 2013 im Rahmen eines 2. Workshops erneut diskutiert werden. Erst danach wird das Experten-Gremium dem Gemeinderat und den Bürgern Handlungsempfehlungen zur weiteren planerischen und strategischen Vorgehensweise geben.

Unterstützt wird dieser Planungsprozess durch das Expertenteam bestehend aus Prof. Carl Fingerhuth (Architektur) und Prof. Dr. Franz Pesch (Städtebau), dem Ökonom Dieter Blase, Prof. Dr. Christina Simon-Philipp (Wohnungswirtschaft) und dem Landschaftsplaner Prof. Klaus Overmeyer. Betreut wird der Planungsprozess durch den Fachbereich Städtebau.