Mannheim: Bluthochdruck ist Risikofaktor Nr. 1 für Schlaganfall. Ärzte berichteten aus den Fachbereichen

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Mannheim: Bluthochdruck ist Risikofaktor Nr. 1 für Schlaganfall. Ärzte berichteten aus den Fachbereichen

Mannheim Herzensangelegenheiten Schlaganfall

Foto: Theresienkrankenhaus Mannheim

Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungen – die Symptome eines Schlaganfalls sind immer recht massiv. Und doch erkennen betroffene Menschen nicht immer, dass die Blutversorgung des Gehirns kurzzeitig unterbrochen war und schnelle ärztliche Hilfe notwendig ist. Wie die aussehen kann, zeigten kürzlich die Chefärzte des Mannheimer Theresienkrankenhauses (TKH) Prof. Dr. Markus Haass aus der Kardiologie und Dr. Matthias Heinrich Tenholt aus der Gefäßchirurgie sowie der Neurologe Dr. Roland Helm. Im Rahmen der Vortragsreihe „Herzensangelegenheiten“ schilderten die drei Mediziner aus der Sicht ihres jeweiligen Fachbereiches heraus, wie man einen Schlaganfall vermeiden kann, wie er entsteht und wie man ihn und seine Folgen behandelt. Knapp 300 Gäste lauschten eineinhalb Stunden lang den Spezialisten.

Prof. Dr. Markus Haass beleuchtete in seinem Vortrag die typischen Risikofaktoren wie das zunehmende Alter, Rauchen, ungesunde Ernährung, Diabetes, vor allem aber den Bluthochdruck und mahnte dazu, diesen Risiken entgegenzuwirken. Mit passenden Medikamenten könne man den Blutdruck in den meisten Fällen sehr gut einstellen. Was der Kardiologe mit Medikamenten heilt, leistet der Gefäßchirurg mit einer Operation. Davon berichtete Dr. Matthias Heinrich Tenholt. Zwei Verfahren seien derzeit die üblichen, wenn ein Patient eine Verengung in der Halsschlagader und damit ein hohes Schlaganfallrisiko hat: Entweder man öffnet die Schlagader und entfernt den Belag, der die Gefäße verengt oder man implantiert einen Stent, also ein Gitternetz, welches das Blutgefäß wieder stabilisiert. Dr. Tenholt zeigte anhand von Studien, dass beide Verfahren erfolgreich sein können, was aber maßgeblich vom individuellen Zustand des Patienten abhängt.

Dr. Roland Helm ging in seinem Vortrag auf die neurologischen Auswirkungen eines Schlaganfalls ein und plädierte für die Einrichtung einer „Stroke Unit“, wie sie am Theresienkrankenhaus gegeben ist. In dieser spezialisierten Abteilung würden Schlaganfallpatienten optimal betreut, da sie hier sowohl von Internisten wie auch Chirurgen betreut werden.

By |Dienstag, 2. April 2013|