Mannheim Minister Bonde besuchte moma

Dr. Werner Dub (li.), Vorstandsmitglied MVV Energie, und der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde mit einem Tablet-PC, auf dem die Bediensoftware von "Modellstadt Mannheim" installiert ist. Foto: MVV Energie

(pm). Die Zukunft der Energieversorgung ist ein Thema, das gerade auch für die Verbraucher große Bedeutung hat. Aus diesem Grund informierte sich der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde am 3. August 2012 beim Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie über das Projekt „Modellstadt Mannheim“ (moma). Als Teil des bundesweiten Programms „E-Energy“ ist moma an der Entwicklung eines intelligenten Energiesystems beteiligt.

„MVV Energie arbeitet als regionales und nachhaltig ausgerichtetes Energieunternehmen intensiv an der Zukunft unserer Stromversorgung“, erklärte Dr. Werner Dub, Vorstandsmitglied des Mannheimer Energieunternehmens. „Wir wollen damit erreichen, dass bei weiterhin hoher Versorgungssicherheit die im Zuge des ökologischen Umbaus der Energieversorgung zunehmende Menge Strom aus erneuerbaren Quellen auch in die Netze eingespeist werden kann.“ Dafür sei u.a. eine flexiblere Nutzung von Strom notwendig: „Im Idealfall wird der aus Wind und Sonne erzeugte Strom genau dann verbraucht, wenn er entsteht. Dazu brauchen wir ein intelligentes Netz und ein System, das Verbrauchern Anreize bietet, bei hoher Erzeugung Strom zu beziehen und bei niedriger Erzeugung Strom zu sparen.“

Verbraucherminister Alexander Bonde zeigte sich mit Blick auf die Zukunft der Energieversorgung sehr interessiert am „moma“-Projekt. „Bei der Gestaltung der Energiewende müssen die Verbraucherbelange eine zentrale Rolle spielen. Wichtig für die Verbraucherinnen und Verbraucher sind mehr Transparenz beim Energieverbrauch, variable Tarife sowie Anreize zum Energiesparen und zur Anschaffung effizienter Geräte“, sagte Bonde. Im Praxistest zeige der speziell für „moma“ entwickelte „Energie-Butler“, wie ein Zusammenwirken von Smart Meter, variablen Stromtarifen und einer flexiblen Steuerung des Stromverbrauchs große Einsparungen für die Haushalte bringe. Gleichzeitig liefere das Projekt wertvolle neue Erkenntnisse für die Energiewende.

Zusammenarbeit von namhaften Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus ganz Deutschland

In der „Modellstadt Mannheim“ arbeiten namhafte Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus ganz Deutschland unter der Leitung von MVV Energie zusammen. Beteiligt sind die Dresdner DREWAG, IBM Deutschland, das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu), die Mannheimer Power Plus Communication AG, Papendorf Software Engineering, das Saarbrücker Institut für ZukunftsEnergieSysteme (izes) und die Universität Duisburg-Essen. Das Projekt wird von der Bundesregierung gefördert. Gemeinsames Forschungsziel ist es, mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnik ein Internet der Energie zu schaffen, damit auch bei schwankender Erzeugung von Strom aus Wind- und Sonnenenergie jederzeit das Gleichgewicht in den Netzen sichergestellt werden kann. Wichtiges Element dabei ist eine Steuerung des Stromverbrauchs durch dynamische, d.h. sich täglich ändernde Strompreise für die teilnehmenden Haushalte und Unternehmen. Um von diesen variablen Strompreisen profitieren zu können, erhalten die Teilnehmer an „Modellstadt Mannheim“ ein automatisiertes Energiemanagementsystem, den so genannten „Energiebutler“. Derzeit läuft in Mannheim der letzte von drei Feldtests im Projekt; insgesamt sind dabei bis zu 1.000 Haushalte in der Stadt Teil von „moma“.