(pm). Die Mannheimer Stadtverwaltung zieht Zwischenbilanz in ihrem Klimaschutzprogramm. Mit der im Oktober 2009 beschlossenen Mannheimer Klimaschutzkonzeption 2020 sind ambitionierte Ziele gesetzt. Der darin enthaltene, 60 Maßnahmen umfassende Aktionsplan befindet sich seitdem in Zusammenarbeit mit allen Akteuren in kontinuierlicher Umsetzung.

Die ersten Schritte im kommunalen Klimaschutz wurden schon frühzeitig Ende der 90er Jahre gesetzt, indem Mannheim als eine der ersten Kommunen ein Klimaschutzkonzept erstellen ließ. 1999 lag der Endbericht und damit Vorgänger der Klimaschutzkonzeption 2020 vor. Die Stadt hat 2009 mit der Fortschreibung des Konzepts ein 60 Maßnahmen umfassendes Aktionsprogramm auf den Weg gebracht. Das Aktionsprogramm wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. „Unser Ziel war es schon immer und ist es heute um so mehr, mit engagierter Klimapolitik nicht nur selbst zum Klimaschutz beizutragen, sondern auch Vorbild zu sein“, resümiert Bürgermeister Lothar Quast.

Mit der Umsetzung des Aktionsplanes will die Stadt in Zusammenarbeit mit allen Akteuren die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent senken. Das sind ambitionierte Ziele, die eine strategische Bedeutung in der Stadtpolitik haben. „Um diese Ziele engagiert anzusteuern, hat die Stadtverwaltung bei der strategischen Ausrichtung des Klimaschutzes in den letzten drei Jahren die Akzente deutlich verstärkt. Wir freuen uns, dass dies regional, national und in Europa entsprechende Beachtung findet. Ein Beleg dafür ist der Green City Index 2011“, unterstreicht Quast. Mannheim punktet mit seinem Aktionsplan auch beim Konvent der Bürgermeister und hat als eine der ersten deutschen Städte ein von der EU akzeptiertes Klimaschutzprogramm. Nur unter zehn Prozent der über 4.000 europäischen Unterzeichnerstädte des Konvents haben bisher alle Bedingungen beim Aufstellen ihrer Aktionspläne erfüllen können.

Die Stadt kann auf eine erfolgreiche Zwischenbilanz bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzstrategien verweisen. Nach aktuellem Stand sind bereits mehr als zwei Drittel der Maßnahmen umgesetzt bzw. begonnen, ein Drittel befindet sich in der Umsetzungsplanung. Als Erfolgsfaktoren für diesen fortgeschrittenen Stand haben sich der rechtzeitige Aufbau der Infrastruktur mit der Klimaschutzleitstelle und der Klimaschutzagentur, die Unterstützung innerhalb der Stadtverwaltung in den einzelnen Dienststellen, sowie die enge Kooperation mit den lokalen Akteuren und eine aktive Öffentlichkeitsarbeit herausgestellt. Neben diesen Aspekten sorgen letztendlich entsprechende Finanzen für eine zielgerichtete Umsetzung der Maßnahmen. Die finanzielle Basis für die Klimaschutzpläne konnte fortlaufend gesichert und stetig verbessert werden. Dies spiegelt sich bei den städtischen Haushaltsmitteln, dem Fördermitteletat, der Einrichtung eines Klimaschutzfonds sowie der Nutzung von Drittfördermitteln wider.

Die Stadt will die Klimaschutzkonzeption 2020 weiterhin systematisch umsetzen und so das Kohlendioxid-Minderungsziel von 40 Prozent bis 2020 erreichen. Die Umsetzung geht auch dank der beratenden Begleitung durch das ifeu-Institut Heidelberg (IFEU) planmäßig voran. „Insgesamt, auch im regionalen und nationalen Vergleich, kann der Umsetzungsgrad der Klimaschutzkonzeption 2020 in Mannheim qualitativ als sehr gut eingeschätzt werden“, unterstreicht Klimaschutzexperte Hans Hertle vom IFEU und erklärt: „Wir planen eine kontinuierliche Fortschreibung der Energie- und Kohlendioxid-Bilanzen, damit die Stadt eine regelmäßige Bewertung der Klimaschutzmaßnahmen vornehmen kann.“

Die neue Kampagne „Mannheim auf Klimakurs. Miteinander. Mittendrin.“ unterstützt dabei die Klimaschutzstrategien der Stadt. Die Kampagne soll das Engagement in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verstärken, damit Mannheim weiterhin erfolgreich Kurs auf die Klimaschutzziele halten kann.