Ludwigshafen: St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus erneut als Diabeteszentrum zertifiziert

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Ludwigshafen: St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus erneut als Diabeteszentrum zertifiziert

Ludwigshafen Diabetesteam

Ein interdisziplinäres Diabetesteam kümmert sich im Diabeteszentrum um die Patienten. Foto: St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus

Die Medizinische Klinik I des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses in Ludwigshafen wurde erneut durch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) als „Stationäre Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes“ anerkannt. Diese Auszeichnung gilt für weitere drei Jahre, bis zum Januar 2017. „Die gute Diabetesbehandlung ist uns am St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus sehr wichtig. Als Anerkennung unserer Arbeit wurde uns, der Medizinischen Klinik I im St. Marienkrankenhaus, das Zertifikat erneut von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft verliehen. Damit sind wir im Umkreis von 30 Kilometern das einzige Krankenhaus, das die hohen Qualitätsanforderungen der DDG erfüllt“, erklärte Dr. Antje Neubauer, Oberärztin der Medizinischen Klinik I und Leiterin des Diabeteszentrums am St. Marienkrankenhaus.

Prüfkriterien für die Zertifizierung sind nach Angaben der Fachärztin die Qualität in der Diabetestherapie, die Zusammensetzung des interdisziplinären Diabetesteams aus Diabetesärzten, -beratern, Podologen und Gefäßchirurgen, die Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen und das Netzwerk für die Diabetesbehandlung nach Entlassung (z.B. Möglichkeit einer Diabetesschulung). „Ein gut funktionierendes engagiertes Team und gute Vernetzung ist für die nachhaltige Versorgung wichtig“, betonte Prof. Dr. Jörg Hoffmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik I und ebenfalls Diabetologe. „Wir kümmern uns mit unseren Spezialisten im Diabetesteam individuell um jeden einzelnen Patienten und haben für die Zeit nach der Entlassung ein funktionierendes Behandlungsnetzwerk aufgebaut“. Besonders hervorzuheben sei dabei die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Hausärzten, Diabetespraxen, der Diabetesschule und den Podologen, denn dort finde die entscheidende Dauertherapie und Versorgung bei Diabetes statt.

Immer häufiger wird bei Menschen die Diagnose Diabetes gestellt. Die Volkserkrankung (bald acht Millionen Betroffene in Deutschland) tritt entweder als Immunerkrankung in der Jugend (Typ 1) oder als „Altersdiabetes“ (Typ 2) auf. Diabetes kann zu vielen Problemen an Gefäßen, am Herz, an den Nieren, Augen, Nerven und Füßen führen und tritt auch in der Schwangerschaft auf. Die Fachleute erwarten einen Anstieg der Krankenzahl, weil die Menschen immer älter werden, und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, Diabetes Typ 2 zu bekommen und warnen: Man sollte Diabetes nicht als „leichten Alterszucker“ unterschätzen und ignorieren. „Dabei gilt, je früher ein Diabetes festgestellt wird und je besser der Stoffwechsel eingestellt ist, desto seltener und weniger gravierend sind Folgeschäden.“

By |Dienstag, 18. Februar 2014|