Ludwigshafen / Mannheim: 15 Jahre Forschung zur Vermeidung von Gefäßerkrankungen. Symposium zur LURIC-Studie

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Ludwigshafen / Mannheim: 15 Jahre Forschung zur Vermeidung von Gefäßerkrankungen. Symposium zur LURIC-Studie

Noch immer ist annähernd die Hälfte aller Todesfälle auf Erkrankungen des Herzens oder der Gefäße zurückzuführen. Die Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat eine Vielzahl von Risikofaktoren identifizieren können. Seit 15 Jahren leistet die „Ludwigshafen Risk and Cardiovascular Health“ (LURIC)-Studie neben vielen anderen prospektiven, epidemiologischen Studien einen wesentlichen Beitrag dazu. Die LURIC-Studie wird von Prof. Dr. Winfried März und Dr. Marcus Kleber vom – an der Medizinischen Fakultät Mannheim angesiedelten –  „Mannheimer Institut für Public Health“ (MIPH) geleitet. Sie hat zum Ziel, bisher unbekannte klinische, biochemische und genetische Faktoren zu finden, mit deren Hilfe das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen abgeschätzt werden kann – und damit die Grundlage für eine wirksame Vorbeugung zu legen.

In die LURIC-Studie wurden allein zwischen 1997 und 2001 mehr als 3.500 Patienten des Herzzentrums Ludwigshafen eingeschlossen, die sich dort einer Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) unterzogen. Die Studienteilnehmer wurden eingehend klinisch untersucht und es wurde eine große Zahl von Laborwerten erhoben. „Wir sind schon damals davon ausgegangen, dass wir nur mit einem sehr breit angelegten Untersuchungsspektrum neue Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen aufspüren würden“, sagt Prof. März, der die Studie maßgeblich mit konzipierte. Dieser Ansatz hat sich als besonders ertragreich erwiesen. So waren es die LURIC-Forscher, die schon sehr früh auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einem Mangel an Vitamin D und Herzerkrankungen hinwiesen. Inzwischen wird das gesamte Spektrum von Risikofaktoren und Mechanismen der Gefäßerkrankungen bearbeitet.

Die LURIC-Studie wird seit vielen Jahren von der EU gefördert. Sie ist eingebunden in die wesentlichen nationalen und internationalen Konsortien, die sich der Aufklärung der Genetik und Pathobiochemie von Gefäßerkrankungen widmen und erreicht damit auch internationale Sichtbarkeit. Dies belegen eindrucksvoll mehr als 120 internationale Publikationen, die über die Ergebnisse, die in den vergangenen 15 Jahren erzielt wurden, berichten (zuletzt Anfang Dezember 2012 in „Nature Genetics“).

In einem zweitägigen Symposium (18./19. Januar 2013) stellen nun die an der Studie beteiligten Wissenschaftler aktuelle Teilprojekte und Ergebnisse dem Fachpublikum vor. Die interessierte Öffentlichkeit ist ebenfalls willkommen. Am Freitag, 18. Januar, widmet sich die Tagung vor allem genetischen und biochemischen Fragen rund um Gefäßerkrankungen. Am Samstag werden die Ergebnisse der LURIC-Studie, die direkte Implikationen für die ärztliche Praxis – und damit für den Patienten – haben, dargestellt. „Schon alleine das Engagement der Patienten, die sich bereit erklärt haben an der Studie mitzuwirken, ist uns Verpflichtung, die Studie weiterzuführen“, betont Prof. März.

Veranstaltungsort: Medizinische Fakultät Mannheim, Hörsaal „Alte Brauerei“, Röntgenstraße 7, 68167 Mannheim. Das Symposium wird gemeinsam vom Mannheimer Institut für Public Health (MIPH), der LURIC Datenbank GbR sowie der synlab-Akademie für ärztliche Fortbildung veranstaltet.

By |Montag, 7. Januar 2013|