Gemeinsam mit dem Ludwigshafener Lauf-Club initiiert die Ludwigshafener Initiative gegen Depression ab September 2017 das Laufprojekt „Der Depression Beine machen“. Es geht von der Erkenntnis aus, dass Laufen mehr als nur Sport und Bewegung ist. Laufen kann sich positiv auf das seelische Wohlbefinden auswirken, führt zu einem besseren Körpergefühl und steigert die körperliche Fitness. Der Laufkurs startet am Freitag, 22. September 2017 (17.00 Uhr), an der Pegeluhr auf der Parkinsel. In einem Pressegespräch am vergangenen Freitag stellten u.a. Bürgermeister Wolfgang van Vliet sowie Dr. Jörg Breitmaier, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Krankenhaus Zum Guten Hirten und Sprecher der Ludwigshafener Initiative gegen Depression das Konzept vor.

Ein in Rheinland-Pfalz von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung durchgeführtes Modellprojekt, das wissenschaftlich begleitet wurde, hat den positiven Effekt des Laufens auf Menschen mit Depression kürzlich bestätigt (www.lzg-rlp.de/de/laufen-gegen-depression). Auch andere Studien bekräftigen: Regelmäßiges Ausdauertraining wie das Laufen hat einen positiven Effekt auf die Stimmung, nicht nur von Depressionspatienten. Besonders gut ist es, wenn das Laufen gemeinsam in einer Gruppe stattfindet. Das „Wir-Gefühl“ kann dazu verhelfen, sich leichter zu körperlicher Aktivität zu motivieren. Kleine und große Erfolgserlebnisse, die das Meistern einer bestimmten Laufstrecke mit sich bringt, können zu guter Stimmung verhelfen.

Die Ludwigshafener Initiative gegen Depression greift diese Idee auf und bietet ab September den Lauftreff „Der Depression Beine machen“ mit einem Basis-Laufkurs „von null auf 30 Minuten“ an. „Ziel des Kurses ist es, Laufinteressierte unter fachkundiger Anleitung einer Lauftrainerin in acht Trainingseinheiten an das Laufen heranzuführen. Es geht dabei nicht um Leistungssport, vielmehr steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund“, erläuterte Bürgermeister van Vliet. Der positive Effekt des Kurses ist es, Bewegungsmangel als Risikofaktor sowohl für das Herz-Kreislauf-System als auch für die psychosoziale Gesundheit entgegen zu wirken. „Ausdauer, Beweglichkeit, koordinative Fähigkeiten, Konzentration und Körperwahrnehmung sollen verbessert werden“, bekräftigte Dr. Jörg Breitmaier.

Damit dies gelingen kann, wurde vom Ludwigshafener Laufclub e.V. ein Trainingskonzept entwickelt, das in acht aufeinander aufbauenden Kurseinheiten interessierte Teilnehmer befähigen soll, Spaß am Laufen und an der Bewegung zu finden. Die Gruppe verabredet sich einmal pro Woche für die Dauer von etwa einer Zeitstunde. Die Übungsleiterin legt den Streckenverlauf fest und stimmt mit den Läufern das richtige Tempo und die nötigen Gehpausen ab. Dabei geht es nicht um ein bestimmtes sportliches Leistungsniveau, sondern jeder wird dort abgeholt, wo er steht. Maßgebend für die Teilnahme am Kurs ist der eigene Wunsch, etwas gegen Bewegungsmangel zu unternehmen, eine Gruppe mit Gleichgesinnten zu finden und gemeinsam loszulaufen.

Am Freitag, 15. September 2017, findet um 17.00 Uhr im Nebenraum der Gaststätte des Turn- und Fechtclubs (TFC) Ludwigshafen, Parkstraße 43, ein Info-Abend im Vorfeld des Laufkurses statt, zu dem alle am Projekt Interessierten eingeladen sind. An diesem Abend besteht die Möglichkeit, sich verbindlich zum Kurs anzumelden. Die Teilnehmer bestätigen mit der Anmeldung, dass sie körperlich dazu in der Lage sind, die Anforderungen eines moderaten Ausdauertrainings zu bewältigen und dass bei bestehenden Erkrankungen das ärztliche Einverständnis zur Teilnahme vorliegt.