Linienbündel Germersheim geht an drei verschiedene Verkehrsunternehmen

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Linienbündel Germersheim geht an drei verschiedene Verkehrsunternehmen

(pm). Die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH hat als Vergabestelle für die ÖPNV-Aufgabenträger Landkreis Germersheim, Landkreis Südliche Weinstraße und Stadt Landau in der Pfalz sowie den Aufgabenträger der Regio-Buslinie, den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 den Betrieb des Linienbündels Germersheim europaweit im Wettbewerb neu vergeben. Die Buslinien wurden in drei Losen ausgeschrieben, wobei jeweils unterschiedliche Verkehrsunternehmen erfolgreich waren:

Los 1 mit den Linien 590 Germersheim-Landau, 592 Schulverkehr zu den Schulzentren in Lustadt und Lingenfeld sowie Linie 599 Germersheim-Freisbach wird künftig vom privaten mittelständischen Unternehmen Hetzler aus Herxheim betrieben.

Los 2 mit den Linien 550 Germersheim-Landau, 552 Rheinzabern-Landau, 554 Kandel-Herxheim, 555 Rülzheim-Landau, 556 Jockgrim-Landau, 557 Neupotz-Landau, 558 Herxheim-Landau, 559 Herxheim-Bellheim, 595 Germersheim-Neupotz und 596 Lingenfeld-Rülzheim geht an das Speyerer Unternehmen BRH viabus GmbH.

Los 3 mit den Linien 546 Böllenborn-Kandel, 547 Bad Bergzabern-Kandel, 548 Rheinzabern-Kandel, 549 Berg-Kandel, 593 Steinweiler-Wörth, 594 Rheinzabern-Freckenfeld und 598 Hördt-Wörth geht an die DB-Tochter Rheinpfalz-Bus GmbH mit Sitz in Ludwigshafen.

Die Konzessionsverträge mit den drei Betreibern werden eine Laufzeit von acht Jahren haben. Grundlage der Vergabe waren die im gemeinsamen Nahverkehrsplan des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar niedergelegten Qualitätsanforderungen im Verbundverkehr. So werden im Regellinienverkehr künftig ausschließlich niederflurige und klimatisierte Fahrzeuge verkehren. Die künftigen Betreiber sind in das Qualitätsmanagementsystem des VRN eingebunden und werden verpflichtet, über die Fahrgastinformationssysteme Echtzeitdaten, z.B. für Verspätungsmeldungen, zur Verfügung zu stellen.

„Ich bin erfreut, dass die zwischen den Aufgabenträgern und dem Verkehrsverbund abgestimmte Konzeption zur Stärkung des Mittelstandes bei der Vergabe Germersheim aufgegangen ist, was sich grundlegend daran ablesen lässt, dass es einen sehr regen Wettbewerb um das Linienbündel gegeben hat und drei verschiedene Verkehrsunternehmen die einzelnen Lose für sich gewinnen konnten“, zeigt sich Landrat Dr. Brechtel zufrieden mit dem Ausschreibungsergebnis. Seine Kollegin Riedmaier schließt sich dem mit den Worten an: „Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass mit der Firma Hetzler ein in unserem Landkreis ansässiges privates mittelständisches Busunternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt hat und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Landkreis sichert“.

Auch die Stadt Landau ist sich sicher, dass die Vergaben gut für den städtischen Nahverkehr sind. „Das Qualitätsmanagementsystem des VRN, in welches auch die künftigen Betreiber eingebunden sind, ergänzt die kontinuierlichen baulichen Verbesserungen an Bushaltestellen im Stadtgebiet“, so Bürgermeister Thomas Hirsch. Auch am neuen Busbahnhof am Landauer Hauptbahnhof sollen Fahrgastinformationssysteme mit Echtzeitdaten entstehen, kündigt Hirsch an.

By |Montag, 6. August 2012|