(pm). Die Regenbecken sowie die Reinigungsstraße I in der Landauer Kläranlage sind komplett saniert und technisch auf dem neuesten Stand. Das teilte jetzt der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) mit. Die im Frühjahr begonnene Modernisierung der Kläranlage liegt im Zeitplan. „Auch die Arbeiten an der Reinigungsstraße II gehen gut voran“, sagt Ulrich Raisin, zuständiger Projektingenieur beim EWL. Derzeit werden alle Betonbauwerke und -becken, die mit Abwasser in Kontakt kommen, trocken gelegt, gesäubert sowie Risse und abgeplatzte Stellen erneuert. Zeitgleich baut der EWL ein neues Pumpwerk und verlegt Rohrleitungen in die Erde. In den Vor- und Nachklärbecken werden außerdem die technischen Einrichtungen wie Belüftung und Räumerschilde erneuert.

Im November wird die Sanierung planmäßig abgeschlossen sein. Dass das so ist, freut Ulrich Raisin, der für die Projektkoordination verantwortlich ist. „Es ist nicht immer einfach, alles nach Plan zu koordinieren und die Termine einzuhalten“, meint er, „mal hinkt eine der beauftragten Firmen dem Plan hinterher und mal treten unvorhergesehene Probleme auf.“ Doch der EWL ist zuversichtlich, den Terminplan einzuhalten. „Wir haben immer sofort eingegriffen und schnell reagieren können, so dass wir jetzt gut in der Zeit liegen“, sagt Ulrich Raisin. „Das ist uns auch aus Gründen des Umweltschutzes sehr wichtig.“ Denn die geklärten Abwässer werden in den Vorfluter Queich geleitet. Die Anlage kann aber während der Bauarbeiten nicht 100 Prozent Leistungen bringen. „Um die Auswirkungen auf das Gewässer so gering wie möglich zu halten, arbeiten alle so zügig wie möglich, um den Fertigstellungstermin im November einzuhalten“, meint der Projektingenieur weiter.

Insgesamt investierte der EWL in die Sanierung der Kläranlage bis jetzt rund 1,3 Millionen Euro. Die Modernisierung des Gasspeichers in 2011 war das erste von mehreren größeren Sanierungsprojekten der Kläranlage. Nun sind die Klärbecken und Belüftungseinrichtungen sowie das Pumpwerk und die Rohrleitungen an der Reihe. Insgesamt gibt der EWL in zwei Jahren rund drei Millionen Euro für die Modernisierung der Kläranlage aus. Die Summe wird aus den laufenden Abwassergebühren aufgebracht. In der 1983 für 16 Millionen Euro gebauten Kläranlage werden jedes Jahr fünf bis sechs Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt.