Landau: Neues System sorgt für weniger Abfall. EWL legte Daten für 2012 vor

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Landau: Neues System sorgt für weniger Abfall. EWL legte Daten für 2012 vor

Die Landauer produzieren immer weniger Restabfall. Diese frohe Botschaft konnten Bürgermeister Thomas Hirsch und Bernhard Eck, Vorstand des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs Landau (EWL), jetzt verkünden. Sie stellten die sogenannte Abfallbilanz 2012 vor. „Manche haben befürchtet, dass das neue Abfallsystem zu mehr Abfall führen wird“, sagte Thomas Hirsch. „Doch die Bilanz beweist, dass das Gegenteil der Fall ist.“ 2012 verursachte jeder Einwohner Landaus 104,1 Kilogramm Restabfall. 2010 waren es noch 112,4 Kilogramm, also 7,4 Prozent mehr. 2011 produzierte jeder Einwohner 108,7 Kilogramm Restabfall. In absoluten Zahlen sank die gesammelte Menge Restabfall von 4.916 Tonnen (2010) auf 4.675 Tonnen 2012 (4,9 Prozent weniger).

Weniger Kosten für Verbrennung

Den Gebührenhaushalt entlastet die reduzierte Menge an gesammeltem Restabfall um rund 57.000 Euro durch nicht entstandene Verbrennungskosten in Pirmasens. „Dies kommt dem Landauer Gebührenzahler zugute“, freut sich Thomas Hirsch. Einen wesentlichen Grund für die reduzierte Restabfallmenge sieht Bernhard Eck im deutlich geringeren Leerungsvolumen aufgrund des neuen Abfallsystems. „Das Leerungsvolumen ermittelt sich aus der Multiplikation der Behältergröße mit der Anzahl der jährlichen Leerungen“, erklärt er. Lag das Leerungsvolumen 2010 noch bei etwa 33.806 Kubikmetern reduzierte sich dies durch das neue Behältersystem um 4,3 Prozent auf 32.355 Kubikmeter in 2012.

Durch das im Oktober 2011 eingeführte neue Abfallsystem haben die Landauer Haushalte nun ein von der Personenzahl abhängiges Tonnenvolumen zur Verfügung. Einige Bürger hatten befürchtet, dadurch zu große Tonnen zu haben, die sie nicht brauchen. Diesen Eindruck kann Bernhard Eck nicht bestätigen. „Durchschnittlich 95 Prozent aller Landauer Tonnen stehen bei unseren Sammeltouren auf der Straße“, sagt er. „Das zeigt, dass so gut wie alle Tonnen in Gebrauch sind.“

Bioabfall wird jetzt zu Strom

Die Menge Bioabfall pro Bürger ist mit 97,1 Kilogramm stabil geblieben. Insgesamt sammelte der EWL im vergangenen Jahr 4.361 Tonnen Bioabfall ein. Dieser wird seit diesem Jahr nicht mehr kompostiert, sondern zu Biogas vergärt und anschließend verstromt. „Im Januar haben wir etwa 264,8 Tonnen Bioabfall gesammelt. Umgerechnet wurde somit aus unserem Bioabfall rund 89.100 Kilowattstunden Strom gewonnen, der ins Netz eingespeist wurde“, sagte Bernhard Eck. Das deckt den Bedarf von ca. 297 Durchschnittshaushalten und erspart der Umwelt 50,4 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom. „Zudem wird die bei der Stromproduktion anfallende Wärme genutzt, was die Effizienz nochmals erhöht“, sagte Bernhard Eck weiter. Aus der Jahresmenge von 4.300 Tonnen Bioabfall aus Landau werden insgesamt etwa 1,447 Millionen Kilowattstunden Strom und 1,535 Millionen Kilowattstunden Wärme produziert.

By |Freitag, 22. Februar 2013|