Landau: Kinder aus Tschernobyl und Shitkowitschi für dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in der Pfalz

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Landau: Kinder aus Tschernobyl und Shitkowitschi für dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in der Pfalz

Zwischenstopp im Landauer Rathaus: Auf ihrem Weg mit dem Schoppenbähnel zur Rietburg hat die Gruppe aus Tschernobyl eine Pause auf dem Landauer Rathausplatz eingelegt und wurde dort von Beigeordnetem Rudi Klemm begrüßt.
Foto: Stadt Landau

Beigeordneter Rudi Klemm ruft Landauerinnen und Landauer dazu auf, die Aktion als Gasteltern zu unterstützen

Zu Gast in Landau! Die Vereine „Tschernobyl mahnt“ und „Kinder von Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl“ veranstalten aktuell wieder dreiwöchige Erholungsaufenthalte in der Pfalz. Denn auch 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl leiden die Menschen in den betroffenen Gebieten Weißrusslands unter den Spätfolgen des atomaren Unfalls. Beigeordneter Rudi Klemm hat rund 40 Kinder aus Tschernobyl und der etwa 125 Kilometer entfernten Region Shitkowitschi jetzt in Landau begrüßt.

„Es freut mich sehr, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Kinder die Möglichkeit erhalten haben, zu uns in die Pfalz zu reisen und sich in diesen drei Wochen von den Begebenheiten in ihrer Heimat zu erholen“, erklärt Klemm. „Es ist wichtig, dass die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nicht in Vergessenheit gerät und wir uns weiterhin bewusst machen, wie gefährlich Atomkraft ist“, betont der Umweltdezernent. „Auch 30 Jahre nach dem Unglück sind große Gebiete rund um Tschernobyl noch immer verstrahlt. Die Kinder, die jedes Jahr in die Pfalz reisen, um sich bei uns zu erholen, waren zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht auf der Welt – und trotzdem leiden sie tagtäglich unter den Folgen.“ Sein ausdrücklicher Dank gelte den beiden Vereine, den Organisatoren und Sponsoren sowie den Gastfamilien, die den Kindern diesen Aufenthalt ermöglichen würden, erklärt Klemm.
Bild vergrößern: Herzlich willkommen in Landau! Die Kinder aus Shitkowitschi wurden von Beigeordnetem Rudi Klemm bei ihrem Ausflug in den Landauer Zoo begrüßt.

Da es laut der beiden Vereine immer schwerer werden würde, Gastfamilien für die Kinder aus Weißrussland zu finden, appelliere er an die Landauerinnen und Landauer, sich in den kommenden Jahren als Gasteltern zur Verfügung zu stellen. „Wir freuen uns über jedes Engagement und hoffen, dass uns auch in Zukunft Familien bei dieser Aktion unterstützen werden“, so Klemm.

Die von den beiden Vereinen organisierten Erholungsaufenthalte werden auch in diesem Jahr durch die Stadt Landau mit Ferienpässen für die weißrussischen Gäste unterstützt. Auf die Kinder wartet ein großes Freizeitangebot mit freiem Eintritt unter anderem in den Zoo, das Reptilium und in die Freibäder in der Region. Zudem erhalten die Kinder auch freien Eintritt in das Freizeitbad LAOLA. Während ihres Aufenthalts stehen aber auch zahlreiche Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in der Süd- und Vorderpfalz auf dem Programm. Für die Kinder aus Tschernobyl ging es nach ihrem Besuch im Rathaus mit dem Schoppenbähnel weiter zur Rietburg. Sowohl die Fahrt als auch den Proviant für ein Picknick unterwegs steuerte das Büro für Tourismus bei.

Informationen zu den Vereinen sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme finden sich im Netz unter www.tschernobylmahnt.de und www.kinder-von-shitkowitschi.de.

By |Donnerstag, 20. Juli 2017|