Landau: EWL startete Brückenbau Süd

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Landau: EWL startete Brückenbau Süd

Der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) hat am Mittwoch, 12. Juni 2013, mit den Arbeiten für die neue Brücke Süd begonnen. Diese wird künftig die alte „Panzerbrücke“ ersetzen und die Eutzinger Straße über die Bahnlinie hinweg mit dem „Wohnpark Am Ebenberg“ verbinden. Das Neubauprojekt ist Bestandteil des Landesgartenschaukonzepts und der Konversion Landau Süd, deren Infrastruktur die Projektabteilung des EWL verantwortet.

Die neue Brücke ermöglicht dem Wohnpark einen verbesserten Anschluss an das örtliche Straßennetz. Neben Autos und Linienbussen kommen dann auch Fußgänger und Radfahrer sicher über die Bahngleise. Die alte Panzerbrücke war nicht auf die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen ausgelegt. Das 130 Jahre alte Bauwerk hätte saniert und für angemessene und sichere Fußwege auch verbreitert werden müssen. Deshalb stimmte der Stadtrat im Februar 2012 einem Brückenneubau zu, für den 850.000 Euro veranschlagt sind. „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der neuen Brücke hat überzeugt“, erklärt Sascha Reinhard, EWL-Projektleiter.

Platz für Fußgänger und Radler

Die neue Brücke Süd wird bis Jahresende fertiggestellt sein. Dann stehen dem rollenden Verkehr 5,50 Meter Fahrbahnbreite zur Verfügung. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es in jede Richtung eine zwei Meter breite Spur. Die neue Brücke ist auch Teil des Radwegekonzepts der Stadt Landau. Es sieht auf der Nord-Süd-Achse der Landesgartenschau eine durchgängige Veloroute vor, die am Aussichtsturm endet. Dieser entsteht derzeit am Rande des Naturschutzgebiets. Zwischen zwei Widerlagern spannt sich die Brücke rund 25 Meter über die Bahnlinie. Etwas Luft haben die Planer bei der lichten Höhe von 5,65 Meter über den Gleisen einkalkuliert: Sollte die Bahnstrecke in Richtung Pirmasens elektrifiziert werden, finden die Oberleitungen später noch Platz.

EWL verantwortet Infrastrukturen für Landesgartenschau

Entworfen hat die Brücke das Architekturbüro Swillus aus Berlin, die Ausführung betreut das Ingenieurbüro Schönhofen aus Kaiserslautern in enger Abstimmung mit der Projektabteilung des EWL. Als deren Leiter wacht Sascha Reinhard mit seinem vierköpfigen Team über die termingerechte Ausführung aller Arbeiten für eine leistungfähige Infrastruktur der Landesgartenschau. Die Projektabteilung hat ihren Sitz im DiZAP (Dienstleistungszentrum am Park), am Rand des Landesgartenschaugeländes. In dem ehemaligen Kasernengebäude arbeiten neben dem EWL, die Landesgartenschau gGmbH und andere Unternehmen. Insgesamt gibt es 26 Büros. Im Erdgeschoss wird während der Landesgartenschau eine Kasse für deren Besucher eingerichtet werden. Das attraktive barrierefreie und vor zwei Jahren kernsanierte Gebäude steht zum Verkauf.

Die Projektabteilung Landesgartenschau sichert durch die Aufträge, die sie im Rahmen des Landesgartenschaukonzepts über vier Jahre hinweg vergibt, rund 360 externe Arbeitsplätze (bedingt durch rund 90 Aufträge an Ingenieur- und Planungsbüros sowie etwa 30 an Baufirmen). So baut der EWL für die Landesgartenschau umgerechnet sieben Kilometer Straßen.

By |Freitag, 14. Juni 2013|