(pm). 2007 wurde das Geothermiekraftwerk Landau erstmals in Betrieb genommen. Es galt als „Pilotprojekt“ in der Region. Seitdem beschäftigt es nicht nur die Betreiber, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger, denn das Kraftwerk verursacht immer wieder spürbare seismische Ereignisse. Grund hierfür sei ein zu hoher Druck, der bei der Rückbeförderung des Wassers in das Erdreich entstehe. In einer Bürgerinformationsveranstaltung wurden nun die geplanten Maßnahmen zur Ertüchtigung des Geothermiekraftwerks vorgestellt.

„Unser Ziel war und ist es, das Geothermiewerk in Landau sicher und wirtschaftlich zu betreiben, sodass durch dessen Betrieb keine Schäden verursacht werden und kein wirtschaftliches Defizit entsteht“, betonte Bürgermeister Thomas Hirsch für die Stadt. Bisher wird das Wasser durch eine Bohrung an die Erdoberfläche gefördert und durch eine zweite Bohrung wieder langsam in das Erdreich zurück gepumpt. Der zweite Schritt sei es, der den zu hohen Druck verursache, erklärte der Geschäftsführer der Betreiberfirma geo x GmbH, Dr. Christian Lerch. „Durch eine dritte Bohrung wollen wir die Wassermenge, die zuvor an die Erdoberfläche gepumpt wurde, halbieren und über zwei Bohrungen wieder zurück befördern. Dadurch kann sich auch der Druck verteilen und Erschütterungen minimiert werden“, so Lerch.

Im ersten Quartal 2013 soll bereits mit den Vorarbeiten zur Bohrung begonnen werden. Anschließend ist geplant, die Bohrung selbst im zweiten Quartal durchzuführen. Im dritten Quartal soll die Bohrung dann in den Kreislauf eingebunden werden, bis dann im vierten Quartal die Testphase beginnt. In diesem Rahmen soll zudem der Lärmschutz verbessert, das Entsorgungskonzept optimiert und die Fernwärmeauskopplung ausgebaut werden. Bis zur Landesgartenschau 2014 sollen alle Maßnahmen abgeschlossen und keine Baustellen mehr vorhanden sein.