Bundesweit gibt es rund 25 zertifizierte Magenkrebszentren. Wer bisher in der Rhein-Neckar-Region herausragende Behandlungsqualität suchte, musste weite Wege in Kauf nehmen. Diese Versorgungslücke wurde nun mit dem neuen Magenkrebszentrum des Klinikums Ludwigshafen geschlossen. Die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt das Zentrum nach eingehender Qualitätsprüfung und bescheinigt den Experten eine ausgezeichnete Behandlungsqualität.

Bereits 2016 wurde das Darmkrebs- und Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum Rheinpfalz am Klinikum durch die Deutsche Krebsgesellschaft als „Viszeralonkologisches Zentrum“ unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Stefan Willis, Direktor der Chirurgischen Klinik A, und Prof. Dr. Ralf Jakobs, Direktor der Medizinischen Klinik C am Klinikum Ludwigshafen, rezertifiziert und damit die seit 2009 bestehenden Qualifikationen weiter entwickelt.

Die nun erfolgte Zertifizierung des Magenkrebszentrums als neues Modul innerhalb der Versorgung von Krebserkrankungen der Verdauungsorgane stellt eine weitere Bestätigung der optimierten Optionen in Diagnostik und Behandlung für Betroffene dar. Prof. Dr. Stefan Willis betont die strengen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft: „Patientinnen und Patienten können sich darauf verlassen, in den zertifizierten Krebszentren ganzheitliche Behandlungskonzepte auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu erhalten. Wir freuen uns, dass die hohe Qualität der Versorgung unserer Magenkrebspatienten am Klinikum Ludwigshafen, nun auch offiziell bestätigt wurde“.

Nur wer eine ausreichend hohe Fallzahl und damit einhergehend eine überdurchschnittlich große Erfahrung in der Behandlung betroffener Patienten vorweisen kann, hat eine Chance auf die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Darüber hinaus müssen strenge Qualitätskriterien in der Behandlung eingehalten werden. Großen Wert wird auf das therapeutische Team gelegt, das sich in einem zertifizierten Zentrum aus Experten ganz unterschiedlicher Disziplinen zusammensetzen muss: „Wir können dank der Größe und Fachexpertise unseres Hauses auf alle wichtigen Disziplinen zurückgreifen, die es für eine sinnvolle, hochqualitative und individuelle Behandlung von Magenkrebspatienten bedarf“, so Prof. Dr. Ralf Jakobs. Ergänzt wird das Expertennetzwerk des Tumorzentrums durch externe Kooperationspartner, aber auch durch onkologische Fachpflegekräfte und Psychoonkologen aus den eigenen Reihen.

Nach Angaben des Robert Koch Instituts erkranken in Deutschland jährlich rund 17.000 Menschen an Magenkrebs. Als Risikofaktoren gelten einseitige, ungesunde Ernährung, spezielle Vorerkrankungen des Magens, familiäre Vorbelastung und Rauchen. Häufig wird Magenkrebs zu spät erkannt, was die Prognosen für Patienten deutlich verschlechtert.