95 Prozent weniger CO2-Ausstoß und ein um die Hälfte geringerer Energieverbrauch – das will die Stadt Heidelberg bis zum Jahr 2050 erreichen. Dazu bedarf es ganz unterschiedlicher Maßnahmen und der Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft. Doch wie lassen sich die Vielfalt der Projekte bündeln, Erfolge festhalten und Fördermöglichkeiten generieren? Darüber haben Klimaschutzexperten in der vergangenen Woche in Heidelberg diskutiert.

Im Vordergrund des Arbeitstreffens: Erfahrungsaustausch und Vernetzung

Vertreterinnen und Vertreter der bundesweit 19 Kommunen, die als Vorreiter im Klimaschutz in das Förderprogramm „Masterplan 100 % Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums aufgenommen wurden, nahmen an dem Treffen teil. Daneben waren auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbundesamts, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie von Forschungsinstituten aus ganz Deutschland vor Ort. Im Vordergrund des Arbeitstreffens standen Erfahrungsaustausch und Vernetzung.

Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amts für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, betonte: „Es ist ein tolles Signal, dass nahezu alle Kommunen im Programm bereits einen Masterplan zum Klimaschutz verabschiedet haben und sich nun in der Umsetzungsphase befinden. Das Ziel, das wir uns vorgenommen haben, ist sehr ambitioniert. Kontinuität ist in dem Zusammenhang überaus wichtig. Daher appelliere ich an das Bundesumweltministerium, den 19 Kommunen auch über den Förderzeitraum von vier Jahren hinaus Unterstützung zukommen zu lassen.“

Breite Bürgerbeteiligung in Heidelberg

Unter den 19 Kommunen im Förderprogramm konnte sich Heidelberg insbesondere durch die breite Bürgerbeteiligung an dem Prozess profilieren. Bei der Erstellung des Masterplans hatten zahlreiche Bürger im Rahmen von Bürgerwerkstätten, -konferenzen und einem Jugendklimagipfel Ideen eingespeist. Der Heidelberg-Kreis „Klimaschutz und Energie“, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Kultur, Stadtverwaltung und weiteren Akteuren zusammensetzt, hat ganz wesentlich daran mitgewirkt und begleitet auch den Umsetzungsprozess eng.