Neustadt Hochwasserpartnerschaft

Foto: Stadt Neustadt a.d. Weinstraße

(pm). Staatssekretär Thomas Griese gab vergangene Woche den Startschuss für die Hochwasserpartnerschaft Mittlere Vorderpfalz. Gemeinden, Städte und Landkreise an Rhein, Rehbach und Speyerbach wappnen sich künftig gemeinsam gegen Hochwasser. „Wir können Hochwasser nicht verhindern, aber wir können bereit sein“, sagte Thomas Griese bei der Unterzeichnung der Gründungsurkunde. Den Kommunen komme bei der Hochwasservorsorge eine Schlüsselstellung zu. Das Land berate und unterstütze sie dabei.

Das größte Hochwasserrisiko besteht am Rhein. Die Rheindeiche im Rhein-Pfalz-Kreis bieten Schutz vor einem Rheinhochwasser, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren vorkommt. Es könnten aber größere Hochwasser auftreten, wie z.B. 2002 an der Elbe. „Gegen solche Ereignisse müssen sich die Städte und Gemeinden auch hinter den Deichen wappnen“, so der Staatssekretär. Aber auch an den Zuflüssen Rehbach und Speyerbach könnten große Hochwasser auftreten, die in den dort liegenden Kommunen wie z.B. Lambrecht, Neustadt an der Weinstraße oder Haßloch große Schäden verursachen können. „Wir müssen daher die hochwasserfreie Zeit für Vorsorgemaßnahmen nutzen“, warb Griese.

In den letzten 20 Jahren seien 800 Millionen Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen investiert worden. „Hochwasserschutz ist und bleibt ein Schwerpunkt der Landesregierung“, erklärte Griese. Die neue Hochwasserpartnerschaft in der mittleren Vorderpfalz wolle in den nächsten drei Jahren in Bereichen wie Katastrophenschutz, Natürlicher Wasserrückhalt, Technischer Hochwasserschutz oder angepasstes Bauen und Sanieren Maßnahmen entwickeln und umsetzen. Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen verstärkt informiert werden.  Landrat Clemens Körner übernimmt den Vorsitz der Hochwasserpartnerschaft: „Wir müssen das Risiko kennen und dafür Bewusstsein schaffen. Dies ist die Grundvoraussetzung für eine wirkungsvolle Hochwasservorsorge“. Der Präsident der Struktur und Genehmigungsdirektion Süd, Prof. Hans-Jürgen Seimetz, weist darauf hin, dass „Bürgerinnen und Bürger und Behörden auch auf seltene, extreme Hochwasser vorbereitet sein müssen. Ergänzend zu den klassischen Schutzmaßnahmen bedeute dies auch hochwasserangepasstes Bauen und die Sicherstellung einer effektiven Frühwarnung.“