Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Bürgermeister Michael Grötsch besuchten vor wenigen Tagen mit Vertretern der Wirtschaftsförderung die Hochschule Mannheim. Der Rektor der Hochschule Mannheim, Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard, informierte die Gäste zunächst über die Entwicklung und Potenziale der Hochschule Mannheim in Forschung und Lehre. Die Hochschule wird in den nächsten Jahren ihren Fokus auf die Bereiche Gesundheit und demographischer Wandel, Energie und Umwelt sowie Produktions- und Prozesstechnologien setzen, die auch in der wirtschaftspolitischen Strategie der Stadt Mannheim als Kompetenzbranchen ausgewiesen sind.

Der anschließende Rundgang begann im Institut für Embedded Systems. Die hier vorgestellten Forschungsprojekte über moderne Navigationstechnik im Operationssaal und die Steuerung medizinischer Geräte per Handbewegung bewiesen gleichermaßen wissenschaftliches Know-how wie ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit und praktischem Nutzen. Dabei setzt die Hochschule zunehmend auf die Bildung von Netzwerken – und das mit großem Erfolg. So überzeugte die Hochschule Mannheim 2012 als ein Kooperationspartner im Forschungsprojekt „M²OLIE“ bei der bundesweiten Initiative „Forschungscampus“. „M²OLIE“ dient der Verbesserung der Krebstherapie und wird im Rahmen der Initiative vom BMBF in den nächsten Jahren mit mehreren Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, den einfachen Operationssaal durch eine neue Art des Therapieraums zu ersetzen. Projektpartner sind u.a. die medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und marktführende Unternehmen. Die Hochschule Mannheim war die einzige Fachhochschule in Deutschland, die bei einem der Sieger im Forschungscampus-Wettbewerb Kooperationspartner ist.

„Die Medizintechnik gilt als Zukunftstechnologie und Innovationstreiber für den Standort Mannheim. Mit dem Studiengang Medizintechnik setzt die Hochschule Mannheim auf anwendungsorientierte Forschungsthemen und engagiert sich in zahlreichen medizintechnischen Projekten. Die Hochschule zeichnet sich somit als wertvoller Partner unseres Medizintechnologie-Clusters aus“, unterstrich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Als weitere Station wurde das in Kooperation mit John Deere gegründete Kompetenzzentrum „Virtual Engineering Rhein-Neckar“ besucht, das von der Hochschule und der Industrie gemeinsam genutzt wird. Bei einer Vorführung, die Konstruktion und „Innenleben“ eines Traktors vor Augen führte, konnte sich die Delegation von der Funktionsweise und den vielfältigen Einsatzbereichen selbst ein Bild machen. „Das Kompetenzzentrum Virtual Engineering ist sichtbares Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit zwischen Hochschule Mannheim und John Deere und somit ein Beispiel erfolgreichen Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft an unserem Standort“, betonte Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch.

Weitere Informationen:

www.medtech-mannheim.de