Zur Vermittlung kernphysikalischer Lerninhalte werden an weiterführenden Schulen in Hessen auch geringfügig radioaktive Präparate im Unterricht verwendet. Das radiologische Gefährdungspotenzial solcher Schulstrahler ist klein. Trotzdem hat das Hessische Umweltministerium in enger Abstimmung mit dem Hessischen Kultusministerium in einem Schwerpunktprogramm alle betroffenen 314 hessischen Schulen überprüft.

„Durch unser Aufsichtsprogramm ‚Umgang mit strahlenden und radioaktiven Stoffen im Unterricht‘ wurde das Schutzniveau im Strahlenschutz an den hessischen Schulen deutlich erhöht“, so Hessens Umweltministerin Priska Hinz zum am 5. Februar 2015 vorgelegten Abschlussbericht.

Ziele der Aufsichtsmaßnahmen, die von den zuständigen Regierungspräsidien durchgeführt wurden, waren:

  • eine vollständige Bestandsaufnahme aller strahlenden und radioaktiven Stoffe an hessischen Schulen,
  • eine Überprüfung der sicheren Aufbewahrungsbedingungen,
  • die Sensibilisierung und Beratung der Schulen hinsichtlich der Verwendung solcher Stoffe im Unterricht,
  • die ordnungsgemäße Entsorgung nicht mehr benötigter oder unbrauchbarer Präparate,
  • eine Erhöhung des Schutzniveaus im Strahlenschutz an Schulen.

Das Hessische Umweltministerium bot den Schulen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft an, nicht mehr benötigte Präparate kostenfrei über die Hessische Landessammelstelle zu entsorgen, wovon diese bereitwillig Gebrauch machten. Nach Abschluss der Kampagne hatten 67 Schulen ihren Bestand an strahlenden und radioaktiven Stoffen vollständig und 81 Schulen teilweise entsorgt. Ergänzend haben die regional für den Strahlenschutz zuständigen Regierungspräsidien Kontrollen und Beratungen vor Ort durchgeführt.

„Die Zielvorgaben des Schwerpunktprogramms“, so die Ministerin weiter, „wurden voll erreicht. Damit haben wir einen maßgeblichen Beitrag für die höchstmögliche Sicherheit in dem so wichtigen naturwissenschaftlichen Unterricht geleistet“.