Heppenheim: Umwelt-Film über „Gemeinde auf dem Weg zur Selbstversorgung“

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Heppenheim: Umwelt-Film über „Gemeinde auf dem Weg zur Selbstversorgung“

Im Rahmen ihrer Umwelt-Filmreihe zeigt die Kreisgruppe Bergstraße im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) am Samstag, 2. Februar 2019 (ab 16.00 Uhr), im Saalbau-Kino Heppenheim den Film „Worauf warten wir noch?“ über das elsässische Ungersheim im ökologischen und sozialen Wandel. Die Gemeinde hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, sie will autark leben, unabhängig von externer Nahrungs- und Energieversorgung. Zu diesem Zweck startete sie ein Programm mit dem Namen „21 Aktionen für das 21. Jahrhundert“, das alle Aspekte des täglichen Lebens umfasst: Nahrungsmittel, Energie, Verkehr, Wohnen, Geld, Arbeit und Schule.

Der Film von Marie-Monique Robin, bekannt durch „Monsanto, mit Gift und Genen“ und „Roundup, der Prozess“, stellt die Akteure des Wandels vor und erzählt, was Ungersheim bisher erprobt und erreicht hat: Innerhalb von zehn Jahren konnten 120.000 Euro an Betriebskosten eingespart werden und der Ausstoß an Treibhausgasen verringerte sich um 600 Tonnen pro Jahr. Es entstanden viele neue Arbeitsplätze. Das ehemalige Bergbaudorf betreibt ein eigenes Solarkraftwerk und ein Blockheizkraftwerk, auf seinen Feldern dürfen keine Pestizide und synthetischen Dünger ausgebracht werden.

Die rührige Gemeindeverwaltung ließ sich vom Transition-Netzwerk des Briten Rob Hopkins inspirieren, dem auch viele deutsche Städte angehören, darunter Darmstadt und Heidelberg. In der Diskussion nach dem Film können die Zuschauer erörtern, ob Ungersheim auch für Heppenheim und andere Bergsträßer Gemeinden ein Vorbild sein kann. Der BUND Bergstraße hat zu der Diskussion wieder Politiker aller im Kreistag vertretenen Parteien eingeladen. Das Kinofoyer ist ab 15.30 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
www.bund-bergstrasse.de (Stichwort: „Umweltfilme“)

By |Donnerstag, 10. Januar 2019|