Laura

Foto: VoluNation

Sie kümmerte sich um ausgesetzte Hunde und Katzen, spielte und beschäftigte sich mit ihnen. Vier Wochen lang engagierte sich die Heidelberger Studentin Laura Nerbel als Freiwillige in einer Tierauffangstation in Kapstadt. Laura bezeichnet sich selbst als Tiernarr. „Für mich stand fest, dass ich mit kleinen Vierbeinern arbeiten möchte“, erzählt die 23-Jährige. Seit sie mit neun Jahren bereits einmal in Südafrika gewesen war, ist es das Land ihrer Sehnsüchte, so dass schnell klar war, wo sie sich als Freiwillige in den Semesterferien engagieren möchte. Ihr Wunschprojekt fand sie im Internet mithilfe von www.VoluNation.com und überzeugte eine Freundin, sie zu begleiten.

Tierauffangstation: Mischung aus Tierarztpraxis und -heim

„Bei der Tierauffangstation in Kapstadt handelt es sich um eine überschaubare Mischung aus Tierarztpraxis und Tierheim für Hunde und Katzen“, erzählt sie. „Ein Katzenhaus mit Freigehege beherbergt die Katzen, die sich dort frei bewegen dürfen, und zahlreiche Zwinger stehen den Hunden zur Verfügung, wobei die meisten Hunde mindestens zu zweit darin leben und täglich in großen Ausläufen ihre sozialen Kontakte mit den anderen Hunden knüpfen dürfen.“ Die Mitarbeiter sammeln streunende oder verletzte Hunde und Katzen ein, versorgen sie und versuchen, ihnen ein neues Zuhause zu vermitteln. „Um die unkontrollierte Verbreitung von unerwünschten Tieren zu minimieren, wird jedes Tier kastriert oder sterilisiert.“ Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und beantworteten jede Frage. „Sie arbeiteten uns ein und ließen uns anschließend freie Hand“, berichtet Laura.

Um Hunde und Katzen gekümmert – bei Organisation von Dokumenten geholfen

Laura

Foto: VoluNation

Lauras Aufgabe war, sich um die Hunde und Katzen zu kümmern. „Wir wurden gebeten, mit den Tieren zu spielen, ihnen tägliche Streicheleinheiten zu geben und die Hunde auf dem Gelände Gassi zu führen. Hin und wieder wuschen wir einen Hund oder machten die Tierärzte auf eine Besonderheit aufmerksam, außerdem halfen wir bei der Organisation von Dokumenten und achteten darauf, dass jedes Tier frisch gewaschene, gemütliche Decken und Spielzeug zur Verfügung hat. Die Tiere dankten es uns mit ihrer unbändigen Freude, uns zu sehen und zu wissen, dass ihr trister Tierheimalltag durch mindestens ein paar Minuten Aufmerksamkeit durchbrochen wird“, sagt sie. Laura verbrachte Stunden mit Hunden auf der Hollywoodschaukel, die in einem großen Auslauf bereit stand, und mit den wenige Wochen alten Kätzchen, die es sich nach wildem Herumgetobe auf ihrem Schoß gemütlich machten.

Wütend wurde sie, wenn sie gequälte und ausgehungerte Tiere in der Tierauffangstation ankommen sah, mit Trauer musste sie das Einschläfern von Tieren hinnehmen, die nicht mehr gerettet werden konnten. „Doch mit Erstaunen und Freude bemerkten wir das große Interesse der Südafrikaner und die zahlreichen Adoptionen, die den Tieren ein neues Zuhause schenkten.“

Land und Leute kennen gelernt

Neben der Arbeit im Projekt hatten Laura und ihre Freundin Zeit, Kapstadt zu besichtigen. „Wir unternahmen fast täglich Ausflüge in die vielen verschiedenen Viertel der Stadt, besuchten Märkte oder wanderten auf den Tafelberg. Obwohl in Südafrika zu der Zeit Winter war und die meisten Tage sehr windig und eher kühl sind, konnten wir ein paar Tage am Strand liegen. Kulinarisch probierten wir beinahe alles, was die südafrikanische Küche zu bieten hat, nicht zuletzt durch die tollen Kochkünste unserer Gastmutter.“ Natürlich durften auch eine Fahrt um die Kap-Halbinsel und der Besuch des berühmten „Kaps der guten Hoffnung“ nicht fehlen. „Kapstadt liegt wunderschön, ist sehr lebhaft und profitiert von den vielen unterschiedlichen Nationalitäten, die sich hier versammelt haben.“

Das Leben verläuft dabei ganz anders als in Deutschland. „Südafrikaner nehmen alles etwas lockerer und ihr Lebensrhythmus ist deutlich langsamer. An der Supermarktkasse, am Schalter und zu Verabredungen beeilt sich niemand.“ Das machte aber gar nichts. „Alle Menschen in unserem Umfeld waren ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.“

Hintergrund-Info: VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an.

Weitere Informationen:
www.VoluNation.com