Heidelberger Energiegenossenschaft erhielt zwei Auszeichnungen

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Heidelberger Energiegenossenschaft erhielt zwei Auszeichnungen

Bürgerenergie-Projekt 2018

Vertreter der Bürgerenergie-Projekte 2018: Laura Zöckler (Heidelberger Energiegenossenschaft), Ulrich Hahn (pro regionale energie eG), Jan Reuter (Solar Powers e.V.). Foto: Jörg Farys / BBEn

Innerhalb von 10 Tagen konnte die Heidelberger Energiegenossenschaft (HEG) sich über zwei Auszeichnungen freuen: Am 15. November 2018 nahm sie in Stuttgart den Sonderpreis „Sanierung“ beim diesjährigen Contracting-Preis Baden-Württemberg entgegen. Am 24. November 2018 wurde die Gemeinschaft aus über 500 Energiebürgern zudem in Wittenberg als Bürgerenergie-Projekt 2018 geehrt.

Contracting-Preis des Landes Baden-Württemberg

Den Contracting-Preis erhielt die HEG für ihr energetisches Versorgungskonzept im Rahmen der laufenden Sanierung eines 5.000 Quadratmeter großen Wohnquartiers in der Heidelberger Südstadt. „Das Projekt überzeugt durch die netzfreundliche Stromversorgung auf der Basis von Photovoltaik, die mit energieeinsparenden Maßnahmen und einer hohen Verbrauchstransparenz einhergeht,“ begründete die Jury die Auswahl des Projekts. Durch genossenschaftliches Contracting konnte ein Stromspeicher, intelligente Zähler und Elektromobilität in die Gebäudesanierung integriert werden. Die 130 Bewohner des Quartiers profitieren von einer auf Erneuerbaren Energien basierenden Stromversorgung, die sie direkt vor Ort erleben und durch die Genossenschaft selbst aktiv mitgestalten können.

Bürgerenergie-Projekt 2018

Das Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn) hat 2018 zum zweiten Mal drei herausragende Bürgerenergie-Projekte gesucht. Die HEG konnte sowohl die Fachjury als auch in einem Online-Voting überzeugen. Durch eines der ersten Mieterstromprojekte Deutschlands (2013) und durch innovative Konzepte wie das aktuelle Quartiersversorgungsprojekt arbeitet die Heidelberger Energiegenossenschaft konsequent daran, Menschen die Teilhabe an ihrer eigenen Energieversorgung zu ermöglichen. Die Auszeichnung ist mit einer Beratung durch den BBEn verbunden. Als Ergänzung zu ihren großen Bürger-Versorgungskonzepten möchte die HEG sich bezüglich der Verbreitung von technischen Kleinstsystemen beraten lassen.

„Unserer Meinung nach fehlen noch niederschwellige Angebote, wie Menschen z.B. durch open source-Laderegler Solarmodule und Speicher kombinieren können,“ so HEG-Vorstand Nicolai Ferchl. Durch die Verbreitung solcher Hardware sieht die Energiegenossenschaft eine große Chance, Menschen mit Solarenergie in Kontakt zu bringen und damit weitere Unterstützer der Energiewende in Bürgerhand zu aktivieren.

Unter dem Motto „Heidelberg wird Sonnenstadt“ ermöglicht die HEG bereits jetzt allen Bürgern, ihre Energieversorgung innerhalb der Genossenschaft selbst in die Hand zu nehmen. Ab 100 Euro können sie als Mitglied gemeinschaftlich in Solaranlagen investieren und sich gleichzeitig mit Ökostrom aus diesen Anlagen versorgen.

Weitere Informationen:
www.sonnenstadt-heidelberg.de

By |Mittwoch, 28. November 2018|