Heidelberg Schulradler

SchulRadler. Foto: AGFK

(pm). Wie ein Schulbus, nur ohne Motor, sondern mit Pedalen: Die Aktion SchulRadler der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) bringt Heidelberger Fünftklässler sicher zur neuen Schule. Begleitet von zwei Erwachsenen radeln sie ihren noch unbekannten Schulweg in Gruppen bis zu zehn Kindern, bis sie ihn nach spätestens drei Wochen allein zurücklegen können. So starten sie mit Selbstvertrauen in ihren neuen Lebensabschnitt.

Von einer Starthaltestelle fahren die SchulRadler los und holen weitere Kinder an Unterwegshaltestellen ab. Die Radelroute zur neuen Schule haben Heidelberger Verkehrsplaner zusammen mit der Polizei ausgesucht. Mit dabei sind die drei Heidelberger Gymnasien St.-Raphael, Bunsen und Hölderlin sowie das Gymnasium in Neckargemünd. Als Begleitpersonen hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) 34 ältere Schüler ausgebildet. Für ein „Lotsen-Zertifikat“ mussten die Schüler sich in der Streckenplanung, bei den Verkehrsregeln, im Erste-Hilfe-Kurs und in einem Kommunikations- und Selbstsicherheitsseminar als kompetente und souveräne Begleiter beweisen.

Von der Aktion des ADFC und der Stadt Heidelberg profitieren alle: Kinder, Eltern, Schulen und die Umwelt. Die Kinder lernen ihren neuen Schulweg kennen und werden zu sicheren, eigenständigen Radfahrern. Sie bleiben fit und gesund und können sich im Unterricht besser konzentrieren. Eltern müssen weniger Fahrdienste leisten und haben dadurch weniger Stress. Die Situation vor den Schulen wird für alle Kinder weniger gefährlich, wenn nicht so viele Eltern-Taxis den Weg versperren. Außerdem lernen die Fünftklässler frühzeitig, dass Radfahren im Alltag Spaß macht. Das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad wird zur Selbstverständlichkeit.

Heidelberg unterstützt die Aktion SchulRadler der AGFK-BW bereits im zweiten Jahr. Die Stadt ist Gründungsmitglied des Netzwerks AGFK-BW, um den Radverkehr weiter zu fördern. Ein wichtiges Ziel des Netzwerks von Städten, Landkreisen und Gemeinden ist es, die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das Fahrrad als Verkehrsmittel stärker im Bewusstsein der Schüler und ihrer Eltern zu verankern.