Walderlebnispfad Heidelberg

Einzelne Holzbalken zeigen, wie weit und hoch einzelne Tiere springen können und ob die eigene Sprungkraft reicht, um einem Luchs oder einem Reh Konkurrenz zu machen. Foto: Stadt Heidelberg

Wie hoch springt ein Reh? Wie weit ein Fuchs oder ein Hase? Antworten auf diese Fragen finden Kinder zwischen 3 und 12 Jahren bei der sanierten und neu gestalteten Station „Waldhoch- und Weitsprung“ auf dem Walderlebnispfad auf dem Heidelberger Königstuhl. Wie weit und hoch tierische Waldbewohner springen können, zeigen hölzerne Balken mit Tiermotiven am Rand eines Sprungkastens. Für Groß und Klein, die mit den Tieren um die Wette springen möchten, heißt es: Anlauf nehmen, in den Kasten hüpfen und direkt vergleichen, ob die eigene Sprungkraft an die der Weitsprungmeister Reh und Luchs heranreicht.

Die neue Station wurde von der Werkstatt gGmbH gestaltet und durch den Naturpark Neckartal-Odenwald gefördert. Neben ihr gibt es auf dem Walderlebnispfad 15 weitere Stationen, bei denen sich Kinder spielerisch und sinnesbezogen mit dem Thema Wald beschäftigen sollen. Ziel ist, dass Kinder den Wald mit ihren Augen, Ohren, Nasen und Händen erleben, erfahren und begreifen.

Der Walderlebnispfad ist ein rund zwei Kilometer langer Lehr- und Erlebnisweg, besonders für Kinder. Der Beginn und das Ende des Pfades ist am Wanderparkplatz auf dem Königstuhl. Am Eingang des Waldes direkt beim Fernmeldeturm beginnt der Weg und endet unterhalb des Märchenparadieses wieder auf dem Parkplatz. Der Rundweg führt über den Hohlen Kästenbaumweg, Nasenplatzweg und den Eisweiherweg. Zu erreichen ist der Walderlebnispfad am besten mit der Bergbahn von der Station Kornmarkt / Rathaus bis zur Endstation Königstuhl. Mit dem Auto gelangt man über die Klingenteichstraße auf den Königstuhl. Dort befinden sich ausreichend kostenlose Parkplätze.

„Schonwald Königstuhl“

Der Walderlebnispfad sowie die „Via Naturae“ sind Teil des Projekts „Schonwald Königstuhl“, das die Stadt Heidelberg angeregt hat. Die „Via Naturae“ möchte mit Bildtafeln dazu beitragen, dem Menschen den Wald als Teil seiner natürlichen Lebensgrundlage näherzubringen. Sie wendet sich an alle, die Interesse an der Natur haben, insbesondere auch an Lehrer und Schüler, die einen Teil des Biologieunterrichts direkt in die Natur verlegen möchten. An der Gestaltung der Wege haben sich das Forstamt Heidelberg und der Naturpark Neckartal-Odenwald beteiligt.