Heidelberg: „Tag der offenen Tür“ der neuen Studienambulanz für Diabetesforschung

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Heidelberg: „Tag der offenen Tür“ der neuen Studienambulanz für Diabetesforschung

Diabetes-Studienambulanz

Im Untersuchungsraum der Studienambulanz kann u.a. eine Augenhintergrundfotografie durchgeführt werden, eine Methode, um Folgeschäden von Diabetes zu diagnostizieren. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Wie kann man Diabetes verhindern, wenn Gewicht und Blutzuckerwerte bereits erhöht sind? Warum führt Diabetes häufig zu Spätschäden wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nervenerkrankungen? Wie hoch ist das Risiko, an einem Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken? Nach Antworten auf diese und weitere Fragen forschen die Mitarbeiter der Studienambulanz für Diabetesforschung am Universitätsklinikum Heidelberg.

Ambulanz-Team informiert über Erkrankungen und stellt verschiedene Studien vor

Am Samstag, 11. Juli 2015 (9.00 – 12.00 Uhr), können sich alle Interessierten bei einem „Tag der offenen Tür“ über die Volkskrankheit informieren und außerdem erfahren, ob für sie persönlich eine Studienteilnahme in Frage kommt. Zwischen 9.00 und 10.00 Uhr informiert das Team der Ambulanz über die Erkrankungen und stellt die verschiedenen Studien vor. Im Anschluss können die Besucher selbst ihr Diabetesrisiko testen und die Räume der Studienambulanz besichtigen. Veranstaltungsort ist der Seminarraum 703/704 neben dem Hörsaal der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg (Krehl-Klinik), Im Neuenheimer Feld 410.

„Wir wollen Diabetes und seine Folgeerkrankungen besser verstehen“, sagt Dr. Stefan Kopf, Oberarzt an der Universitätsklinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie. Was die Medizin bereits über Diabetes weiß und welche Antworten noch gefunden werden müssen, erfahren die Besucher am „Tag der offenen Tür“ bei einem Vortrag. So wurde bisher vermutet, dass ein gut eingestellter Blutzucker, die Spätschäden von Diabetes an Gefäßen und Nerven verhindert. Doch Studien konnten dies nicht bestätigen. Im Fokus der Wissenschaftler stehen zurzeit andere Produkte des Stoffwechsels, reaktive Metabolite, die im Verdacht stehen, die Spätschäden zu verursachen.

Das Team der Studienambulanz um Dr. Stefan Kopf stellt verschiedene aktuelle Studien vor, in denen noch Teilnehmer aufgenommen werden. Im Rahmen von Langzeitstudien untersuchen die Ärzte Patienten in verschiedenen Stadien der Erkrankung: Prä-Diabetes, neu entdeckter Diabetes und langjähriger Diabetes. Die Studienteilnehmer sollten mindestens 18 Jahre alt sein. Eine Überweisung ist nicht notwendig. Sie werden umfassend klinisch untersucht und beraten und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Der behandelnde niedergelassene Arzt bekommt einen ausführlichen Befundbericht.

Persönliches Diabetesrisiko kann ermittelt werden

Nach den Vorträgen haben die Besucher die Möglichkeit, selbst ihren Blutzuckerwert zu messen und anhand eines Fragebogens ihr persönliches Diabetesrisiko zu ermitteln. Interessierte können zudem den Multifunktions- und den Untersuchungsraum mit Lungenfunktion, Augenhintergrundfotografie, EKG und Bio-Impendanzmessung besichtigen.

By |Freitag, 10. Juli 2015|